Neue Regie fürs Dorftheater

WIDNAU. Nach dem Rücktritt von Werner Kolb musste sich das Dorftheater Widnau neu orientieren. Die Vorarlbergerin Manuela Pillon und Peter Bärtsch führen neu Regie.

Susi Miara
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Manuela Pillon und Peter Bärtsch führen im Dorftheater Widnau Regie. (Bild: Susi Miara)

Manuela Pillon und Peter Bärtsch führen im Dorftheater Widnau Regie. (Bild: Susi Miara)

WIDNAU. Seit der letzten Hauptversammlung ist das Dorftheater Widnau unter neuer Führung. Fünf Vorstandsmitglieder, unter ihnen auch die Präsidentin Carla Menegola und der Regisseur Werner Kolb, hatten bereits vor einem Jahr ihren Rücktritt angemeldet und konnten dieses Jahr den Verein dem neuen Vorstand übergeben. Der neue Präsident Roland Büchler und sein Team mussten sich danach ganz neu orientieren. Vor allem die Vakanz des Regisseurs bereitete ihnen die grössten Sorgen. Mit der Vorarlbergerin Manuela Pillon konnte aber schnell eine neue Lösung gefunden werden.

28 Jahre Theatererfahrung

Manuela Pillon steht bereits seit 28 Jahren auf der Bühne. Sie spielte beim Theaterverein Wolfurt in 18 Theaterstücken mit und arbeitete mit professionellen Regisseuren als Co-Regisseurin. «Obwohl ich gleichzeitig auch im Theaterverein Wolfurt engagiert bin, fand ich es sehr spannend, hinter die Kulissen eines anderen Theaters zu blicken», sagt Manuela Pillon. Da ihre Schwester Mitglied des Dorftheaters Widnau ist, habe sie einige Mitglieder bereits gekannt. Ein definitive Zusage habe sie aber erst geben können, nachdem Peter Bärtsch vom Dorftheater Widnau seine Mitarbeit zugesichert hat. Ab Januar, wenn Manuela Pillon ihr Engagement in Wolfurt wieder aufnimmt, wird er hauptsächlich für die Regie zuständig sein. Er ist seit der Gründung des Dorftheaters dabei und spielte in fast jedem Theaterstück mit. «Für mich ist die Regie etwas völlig Neues», sagt Peter Bärtsch. Er sehe das Ganze aus einem neuen Blickwinkel. «Weil ich aber selbst schon auf der Bühne stand, weiss ich, worauf man achten muss, damit das Stück authentisch und natürlich rüberkommt.» «Er hat ein super Gefühl dafür», lobt Manuela Pillon. «Mit ihm zusammenzuarbeiten macht Spass.» Neu ist auch das Konzept, mit dem die Komödie «Seitensprung für zwei» geprobt wird. «Wir haben mit einem Theater-Seminar angefangen», erklärt Bärtsch. An diesem Tag musste sich jeder Schauspieler mit seiner Rolle auseinandersetzen und einen Lebenslauf der Person, die er verkörpert, schreiben. Seit Mitte Oktober wird nun Szene für Szene geprobt. «Es sind im Moment anstrengende Wochen, doch alle sind mit Leidenschaft und vor allem mit viel Spass dabei», fasst Bärtsch zusammen. Neben den bekannten Gesichtern, Anita Durot, Nadja Mauro, Roland Büchler und Daniel Jossi, stehen auch zwei neue Schauspieler erstmals auf der Widnauer Theaterbühne: Claudia Tschümperlin und Chris Ess.

Premiere am 1. März

Für 16. und 17. Februar steht das intensive Probenweekend auf dem Programm. Danach geht es noch zwei Wochen bis zur Premiere am 1. März. Weitere Aufführung sind am 2., 3., 8. und 9. März. Der Vorverkauf startet am 1. Februar 2013.