Neue Präsidentin fürs Kino

Cécile Küng übernahm von Hannes Friedli das Präsidium der Genossenschaft Kino Rosental. Die Geschäftsführung obliegt Rosie Bühler und Brigitte Gerber. Die Leinwand des Kinos soll in der Sommerpause erweitert werden.

Isabelle Kürsteiner
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Cécile Küng übernimmt das Präsidium der Genossenschaft Kino Rosental von Hannes Friedli. (Bild: iks)

Cécile Küng übernimmt das Präsidium der Genossenschaft Kino Rosental von Hannes Friedli. (Bild: iks)

HEIDEN. Das Kino Rosental in Heiden ist eines der letzten Kinos der Ostschweiz, das noch aus der goldenen Zeit der Lichtspieltheater stammt. Auf Initiative des Lionsclubs Heiden und in Zusammenarbeit mit dem Cinéclub Rosental wurde eine Genossenschaft gegründet, die das Rosental seit 1999 führt. An deren 14. Generalversammlung stand die Neubesetzung des Präsidiums im Vordergrund, nachdem Präsident Hannes Friedli bereits vor Jahresfrist seinen Rücktritt angekündigt hatte. Ausserdem traten Verena Schoch, neu Engadin, sowie Heinz Sonderegger, Heiden, aus dem Vorstand zurück. Die zwei Sitze wurden auf Antrag des Vorstandes nicht mehr besetzt.

Als Nachfolgerin von Hannes Friedli stellte sich Cécile Küng mit der Bedingung, dass Hannes Friedli noch ein weiteres Jahr im Vorstand verbleibe, zur Verfügung. Die zwei Dutzend Genossenschafter wählten Cécile Küng und bestätigten die weiteren Vorstandsmitglieder Röbi Dietz, Finanzen, Camilla Kruythof, Aktuariat, Jürg Baumgartner, Hannes Friedli und Judit Kantor sowie die Revisoren Urs Niederer und Jürg Schrag einstimmig.

Geschäftsführungs-Duo

In seinem letzten Jahresbericht unterstrich Hannes Friedli, dass das vergangene Jahr noch immer stark durch die Umstellung von analoger auf digitale Projektion geprägt gewesen sei. «Dadurch, dass wir heute die Filme aktueller abspielen können, und weil die Projektion einfach hervorragend ist, haben viele Leute den Weg ins Rosental gefunden.»

Nachdem die Digitalisierung ein Mehr an Arbeit für Geschäftsführerin Monika Frei bedeutete, wurde ihr Pensum im Sommer 2012 erhöht. Infolge Umzugs nach Thun kündigte Monika Frei im Januar diesen Jahres. Neu wird die Geschäftsführung aufgeteilt unter Rosie Bühler, Mitglied des Vorstandes des Cinéclubs und fleissige Kino-Rosental-Besucherin, sowie Brigitte Gerber, die Kino und Menschen in Heiden und Umgebung von Kindesbeinen an kennt.

Friedli erläuterte Neuheiten wie die neu gestaltete, Smartphone-taugliche Homepage oder die Jahreskarte für Familien und Firmen, die als Generalabonnement funktioniert. Saal und Bar können für Präsentationen oder Familienfeste gemietet werden. In der Sommerpause wird die Leinwand erweitert werden.

«Gelungenes Kulturprojekt»

Zum Schluss seines letzten Präsidentenberichts dankte Hannes Friedli den hochmotivierten und engagierten Mitarbeitenden im Kino, aber auch Sponsoren und Spendern. Kassier Röbi Dietz konnte trotz Digitalisierung und dank des Kassenschlagers «Intouchables» sowie einer hohen Spende einen Gewinn von 4553 Franken ausweisen. Das Budget 2013 rechnet mit einem Verlust von 9400 Franken. Ein Dank ging an Verena Schoch, seit 1999 im Vorstand, Kamerafrau und damit in der Szene gut vernetzt, sowie an Heinz Sonderegger, der bereits als Jugendlicher als Operateur für das Kino gearbeitet hatte. Als Elektroniker hatte er grossen Anteil an der erfolgreichen Digitalisierung.

Herzlich verabschiedet wurde Hannes Friedli als Präsident. Sein Einsatz für das Kino Rosental in Heiden währt bereits 18 Jahre in verschiedenen Chargen, weshalb sein Aufruf für noch mehr Besuche im Kino Rosental aus langjähriger Erfahrung stammt: Man treffe Bekannte, es gebe den grössten Bildschirm und die gewaltigste Tonanlage der Region sowie eine gut bestückte Bar im Haus; ein Besuch sei schlicht die Unterstützung eines gelungenen Kulturprojektes in der eigenen Region. Ein Rosental-Kino-Besuch bedeute: «Sich selbst Gutes tun, weil unser Programm wirklich gut ist.»