Neue Guugen für die Musig

Der Musikverein Eichberg organisiert aufs Wochenende vom 5. bis 7. Juni die Kreismusiktage. Gleichzeitig sammeln die Musikantinnen und Musikanten Geld, damit neue Instrumente beschafft werden können. 100 000 Franken werden benötigt.

Max Tinner
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Kreismusiktage-OK-Präsident Walter Freund, Michael Schlegel, Beda Zünd, Vereinspräsident Christian Freund, Sina Schmid und Werner Sieber hoffen zusammen mit den anderen Eichberger Musikanten auf weitere Spenden, damit neue Instrumente beschafft werden können. (Bild: Max Tinner)

Kreismusiktage-OK-Präsident Walter Freund, Michael Schlegel, Beda Zünd, Vereinspräsident Christian Freund, Sina Schmid und Werner Sieber hoffen zusammen mit den anderen Eichberger Musikanten auf weitere Spenden, damit neue Instrumente beschafft werden können. (Bild: Max Tinner)

EICHBERG. Jener Verein, der die Rheintaler Kreismusiktage organisiert, nimmt selbst jeweils an den Musikwettbewerben nicht teil. Dies gilt auch für den Musikverein Eichberg, der den Anlass dieses Jahr durchführt. Das ist so, weil die Musikantinnen und Musikanten dann als Helfer unabkömmlich sind – und nicht etwa, weil sie zu wenige Instrumente hätten oder wegen alter Instrumente keinen graden Ton mehr herausbrächten.

Mit der Zeit leidet die Mechanik

Der Musikverein Eichberg sammelt derzeit allerdings tatsächlich Geld für eine Teil-Neuinstrumentierung. Einige der Instrumente, auf denen noch gespielt wird, sind in die Jahre gekommen und sollten ersetzt werden. «Mit der Zeit leidet die Mechanik unter dem dauernden Gebrauch», erklärt Michael Schlegel, «irgendwann ist das Instrument dann kaum mehr brauchbar.» Das sei so, selbst wenn das Instrument noch so gut gepflegt werde, versichert Werner Sieber. Der Laie nehme es zwar nicht unbedingt wahr, wenn das Instrument nach vielleicht 20 Jahren stimmlich nicht mehr ganz zu den anderen passe, sagt Vereinspräsident Christian Freund, «jemandem mit einem feineren Gehör fällt es aber auf». Dies gelte besonders für die Musikanten selbst.

Darum sind immer wieder Instrumente zu ersetzen. Erst recht, wenn ein Verein ins Orchester eintretenden Musikantinnen und Musikanten ein qualitativ gutes Instrument zur Verfügung stellen möchte, sofern sie sich kein eigenes Instrument beschaffen. Dies können Jungmusikanten sein oder auch Wiedereinsteiger, die zum früheren Hobby zurückfinden.

Die Hälfte beisammen

Zwei Trompeten, drei Euphonien, zwei B-Bässe sowie ein Schlagzeug und ein Timpani-Zweierset (zwei Kesselpauken) stehen momentan auf der Wunschliste. Für diese Teilinstrumentierung werden Spendengelder in Höhe von rund 100 000 Franken benötigt. Rund die Hälfte hat man bereits beisammen. Bis Juni hofft man noch auf weitere Unterstützung von Blasmusikliebhabern und anderen, dem Musikverein Eichberg wohlgesinnten, Donatoren.

Nötli und Eier

Spenden sind nicht nur im Banknoten-Wertebereich möglich. Selbst mit Kleinstbeträgen kann man etwas zum guten Ton der Eichberger Musik beitragen, beispielsweise mit dem Kauf von Eiern: Die Familie Freund vom Eichberger Heiterhof spendet für jedes in den Dorfläden von Eichberg und Hinterforst oder auch direkt ab Hof gekaufte Heiterhof-Ei zehn Rappen an die Neuinstrumentierung.

Eine Vorstellung der aus den Spenden finanzierten Instrumente ist am Eröffnungsabend der Kreismusiktage, am Freitag, 5. Juni, bereits fix im Programm eingeplant. An jenem Abend werden ausserdem die Unterhaltungs-Blasmusikformation Unglaublech und die Fäaschtbänkler sowie Eichberger Schulkinder und der Turnverein unterhalten. Am Samstag, 6. Juni, gibt am späten Nachmittag der Musikverein Eisenharz aus dem Allgäu ein Konzert; am Abend machen die «Sumpfkröten» Stimmung. Am Sonntag, 7. Juni, spielt der Polkaclub aus dem Vorarlberger Vorderland zum Frühschoppen auf.

Zentral werden aber die Wertungsspiele der teilnehmenden Musikvereine sein. Am Samstag werden sie von der Fernsehlegende Beni Thurnheer moderiert. Am Sonntag findet ausserdem auf der Hölzlisbergstrasse die Marschmusikkonkurrenz statt – für einmal nicht ebenaus, sondern leicht bergabwärts. Man darf gespannt sein, wie die Musikvereine mit diesem Erschwernis zurechtkommen.

www.kmt2015.ch