Neue Gewerbeausstellung unter einem Dach

Vom 23. bis 25. September führt der Gewerbeverein Balgach seine Gewerbeausstellung durch. Zum ersten Mal müssen keine zusätzlichen Zelte aufgebaut werden. Die Sporthalle Riet bietet die optimale Infrastruktur. OK-Präsident Daniel Dietrich erläutert das neue Konzept.

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Gewerbevereinspräsident Daniel Dietrich ist auch OK-Präsident der Gewerbeausstellung Balgach. (Bild: Bea Sutter)

Gewerbevereinspräsident Daniel Dietrich ist auch OK-Präsident der Gewerbeausstellung Balgach. (Bild: Bea Sutter)

Herr Dietrich, Sie stecken mitten in den Vorbereitungen für die Balgacher Gewerbeausstellung. Die letzte fand vor sechs Jahren statt. Was hat sich gegenüber damals grundlegend verändert?

Daniel Dietrich: Die Infrastruktur ist um ein Vielfaches besser. Im Jahr 2005 gab es die Sporthalle Riet in der heutigen Grösse noch nicht. Die Gewerbeausstellung 2011 kann unter einem Dach stattfinden. Das ist natürlich perfekt.

War denn die letzte Ausstellung nicht gut?

Dietrich: Doch, schon. Was die Stimmung, die Besucherzahl und die Resonanz betrifft, war es eine gelungene Gewerbeausstellung. Die Gewerbler freuten sich über die Nachhaltigkeit.

Was war denn nicht so optimal gelaufen?

Dietrich: Gelaufen war eigentlich alles optimal. Aber den vielen Ausstellern die nötige Infrastruktur bereitzustellen, das war schon ein beträchtlicher Aufwand.

Können Sie das näher erläutern?

Dietrich: Die damalige Halle war zu klein, und wir mussten einige Zelte aufstellen, um alle Aussteller unterzubringen. Das bedeutete für das Ressort Bau und Planung viel zusätzliche Arbeit.

Und Mehrkosten?

Dietrich: Ja, natürlich. Das war ein Faktor, der uns im Nachhinein stark beschäftigte. Wir mussten die Zelte mieten, aufstellen und mit begehbaren Böden und Elektrizität versehen, bis sie schliesslich von den Ausstellenden eingerichtet werden konnten.

Wer finanzierte das alles?

Dietrich: Der Gewerbeverein, die Aussteller und die Sponsoren. Letztes Mal gab es einige Aussteller, die haben zünftig in die Tasche gegriffen, um die Mehrkosten zu decken. Das soll dieses Mal nicht mehr passieren.

Die Aussteller bezahlten doch Standgebühren. Genügten diese Einnahmen nicht?

Dietrich: Nein. Die Zelte verschlangen immense Geldsummen. Es darf auch nicht mehr vorkommen, dass Aussteller sich verpflichtet fühlen, als Sponsoren die Gewerbeausstellung mitzufinanzieren. Sie leisten ihren Beitrag schon durch das Entrichten der Standgebühr.

Was ist jetzt anders?

Dietrich: Das Konzept des Sponsorings. Wir haben zwei Hauptsponsoren. Die Ausstellung steht unter dem Patronat der Politischen Gemeinde Balgach. Die Leica Geosystems AG, Heerbrugg, konnte als zweiter Hauptsponsor gewonnen werden. Weitere Sponsoren sind die Ortsgemeinde Balgach und die Sonnenbräu AG, Rebstein. Dank dieser Sponsoren können wir kostendeckend arbeiten.

Nur kostendeckend?

Dietrich: Wir hoffen natürlich schon auf einen kleinen Gewinn. Aber wir bemühen uns, Anreize durch eine attraktive Preisgestaltung zu schaffen. Dass der grosse «Brocken» an Aufbauarbeiten und Zeltmieten von nun an wegfällt, ist für das ganze Projekt erfreulich. Es geht finanziell nur auf, weil wir mit wenigen baulichen Massnahmen auskommen. Es braucht auch kein Bewachungspersonal. Am Abend kann man einfach die Türen abschliessen.

Abends? Gibt es zu späteren Stunden keine Unterhaltung?

Dietrich: Nein und ja. Da am gleichen Wochenende das Suuser-Turnier der Faustballer stattfindet, haben wir uns abgesprochen. Auch die Faustballer führen ihren Anlass auf der Anlage Riet durch, nämlich beim Hallenbad und auf der Rundbahn. Sie bieten gute Unterhaltung an den Abenden an. Schon beim letzten Mal war das so. Die Erfahrungen waren gut. Beide Veranstalter konnten voneinander profitieren. Die Besucher beider Veranstaltungen können sich hin- und herbewegen. Das wird auch im Herbst so sein. Wir bringen den Faustballern Leute, und sie uns.

Wie viele Aussteller haben sich angemeldet?

Dietrich: Bis jetzt sind es 50 Betriebe. Das ist eine schöne Anzahl. Es gibt einen guten Branchenmix. Handwerker, Dienstleister und Industriebetriebe zeigen ihre Neuheiten und Angebote unter einem Dach. Das ist sowohl für die Aussteller als auch für die Besucher ein grosser Vorteil. Alles ist kompakt und übersichtlich.

Wer macht an der Gewerbeausstellung «Made in Balgach» mit?

Dietrich: Im Wesentlichen sind es Mitglieder des Gewerbevereins oder Gewerbetreibende und Unternehmer, die einen Bezug zu Balgach haben. Der Inhaber muss entweder seine Firma in Balgach haben oder er selbst muss in unserer Gemeinde wohnen.

Was ist das Ziel der Veranstaltung?

Dietrich: Wir wollen zeigen, wer wir «Balger Gwerbler» sind. Und das über die Dorfgrenzen hinaus. Wir wollen an den Erfolg von 2005 anknüpfen. Die Gewerbeausstellung bietet Ausstellern und Besuchern beste Gelegenheit, Kontakte zu pflegen und neue Interessenten kennenzulernen. In der Hektik des Alltags kommen solche Dinge meistens zu kurz.

Interview: Bea Sutter

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