Neue Feuerwehr im Verband

An der Delegiertenversammlung des Feuerwehrverbandes Unterrheintal wurde die Feuerwehr Lutzenberg dem Verband angeschlossen. Eine Verbindung ins Rheintal, die den Gemeindepräsidenten freut.

René Jann
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Im Gespräch (v. l.): Gemeindepräsident Werner Meier, Aktuar Enzo Termine und Jascha Müller vom St. Galler Kantonalverband. (Bild: René Jann)

Im Gespräch (v. l.): Gemeindepräsident Werner Meier, Aktuar Enzo Termine und Jascha Müller vom St. Galler Kantonalverband. (Bild: René Jann)

LUTZENBERG. Erstmals tagten die Delegierten des Feuerwehrverbandes Unterrheintal in der Gemeinde Lutzenberg, die neu zum Verbund RTL (Rheineck-Thal-Lutzenberg) gehört. Die Abstimmung über die Statutenänderung war reine Formsache. Damit gehören zum Feuerwehrverband Unterrheintal per sofort die Gemeindefeuerwehren Au-Heerbrugg, Balgach, Berneck, Diepoldsau, Lutzenberg, Rheineck, St. Margrethen, Thal und Widnau. Teil der Statutenänderung war auch das überarbeitete Entschädigungsreglement, das eine Erhöhung der Sitzungsgelder und des Stundenansatzes von Auftragsarbeiten für den Verband vorsieht.

Schutz für 47 278 Einwohner

Im Saal des Hotels Hohe Lust wies Präsident Markus Köppel in seinem Bericht darauf hin, dass das Unterrheintal 2015 von grösseren Unwetterereignissen zwar verschont geblieben sei, die Feuerwehren im Verbandsgebiet dennoch 412 Mal ausgerückt seien und dabei 6659 Einsatzstunden geleistet hätten. «Die Anforderungen steigen stetig», stellte der Präsident fest. Der Verband sei deshalb bestrebt, die Ausbildung laufend anzupassen. Im Verbandsgebiet hätten 499 Angehörige der Feuerwehr (AdF) Dienst geleistet, um insgesamt 47 278 Einwohner zu schützen.

Auch in Zukunft habe die Rekrutierung neuer Feuerwehrleute Priorität, ebenso die Motivation junger AdF zur Übernahme von Verantwortung in Kaderpositionen. Erfreulich sei, dass sieben Angehörige der Jugendfeuerwehr in die Ortsfeuerwehren aufgenommen werden konnten. Einblick in das Jahr der Jugendfeuerwehr gewährte Antonio Zichi: Sechs neue Jugendliche hätten zum Mitmachen bewegt werden können. Diesem Ergebnis stünden zwei Austritte gegenüber. Ein Höhepunkt der Jugendfeuerwehr sei der Schaumeinsatz in der ARA Rosenbergsau gewesen.

25 Rappen pro Einwohner

Markus Ladner präsentierte die Jahresrechnung, die eine Vermögenszunahme von 858 Franken und damit ein Vermögen von 46 673 Franken ausweist. Für das laufende Jahr wird eine Vermögensabnahme von 1370 Franken budgetiert. Gemäss Antrag der GPK, vertreten durch Marc Schelling, wurden Jahresrechnung und Budget diskussionslos gutgeheissen. Keine Diskussion gab es auch beim Jahresbeitrag von 25 Rappen je Einwohner.

Für 29-jährige Mitgliedschaft wurde Urs Spirig geehrt, für 25 Jahre Reto Morga. Beide waren aber nicht anwesend und werden ihr Präsent noch erhalten. 25 Jahre in der Feuerwehr sind auch Erwin Graf und René Bürgler, die mit dem begehrten Feuerhörnchen geehrt wurden.

Broschüre für Arbeitgeber

Jascha Müller, Kommandant der Milizfeuerwehr der Stadt St. Gallen, zeigte sich als Vertreter des Kantonalverbandes guten Mutes für den immer noch hängigen Nachtrag zum Zivilschutzgesetz. Immer noch Thema sei das Alkoholverbot (maximal 0,1 Promille) zum Lenken eines Einsatzfahrzeuges. Erfreulich sei die Gestaltung einer Broschüre für Arbeitgeber von Angehörigen der Feuerwehr. Sie liefere einen klaren Beschrieb über die Bedeutung von Feuerwehr und Arbeitsplatz. Müller wies darauf hin, dass es an der Olma eine spezielle Sonderschau zum Thema Feuerschutz geben werde, ergänzt durch täglich stattfindende Demonstrationen in der Arena. Auch die Jugendfeuerwehr werde einbezogen. Jascha Müller gab zu verstehen, dass im Kantonalvorstand ein Sitz vakant sei. Ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin sei vor allem aus der Region Rheintal-Werdenberg erwünscht.

Verbindung ins Tal

Der Lutzenberger Gemeindepräsident Werner Meier stellte die über zwei getrennte Gebiete führende Gemeinde Lutzenberg vor, in der jeder Weiler seine Eigenheit habe. Das Besondere an Lutzenberg sei, dass die Gemeinde vollkommen schuldenfrei dastehe. «Eine grosse Freude ist es mir, zu wissen, dass wir über die Feuerwehr neu eine Verbindung ins Tal haben», erklärte Meier und lud die Delegierten zu einem Apéro ein.

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