Neue Brücke, neue Gasleitung

Zurzeit wird am Ufer des Alten Rheins auf Höhe des Ruderbachs gerodet. Grund dafür ist der Neubau der Ruderbach-Brücke und die damit verbundene Verlegung der Erdgasleitung.

Kurt Latzer
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Wegen der geplanten Autobahnsanierung muss die Ruderbach-Brücke versetzt neu gebaut und die Transportleitung von Erdgas Ostschweiz verlegt werden. (Bild: Kurt Latzer)

Wegen der geplanten Autobahnsanierung muss die Ruderbach-Brücke versetzt neu gebaut und die Transportleitung von Erdgas Ostschweiz verlegt werden. (Bild: Kurt Latzer)

ST. MARGRETHEN. Arbeiter des Rheinunternehmens fällen Bäume und Sträucher am Uferweg, halten vorübergehend Fussgänger und Velofahrer an. Einige der teils mächtigen Weiden neigen sich Richtung Wasser, hätten deshalb so oder so gefällt werden müssen – früher oder später. Mit der Rodung am Ufer des Alten Rheins schaffen die Arbeiter Platz für die Brücken-Baustelle.

Nur so viele Bäume wie nötig

Der Steg über den Ruderbach, wenige Meter unterhalb der gleichnamigen Autobahnraststätte, grenzt unmittelbar an die Lärmschutzwand der A1. Und weil der Bund die Autobahn zwischen Rheineck und St. Margrethen sanieren will, muss das alte Brücklein einem Neubau weichen, ein paar Meter vom meterhohen Lärmschutzblech entfernt. Daniel Forlin, Leiter Planung bei Erdgas Ostschweiz, unterhält sich mit Ernst Frei, Vorarbeiter der Forstgruppe des Rheinunternehmens. Denn nur so viel wie unbedingt nötig soll gefällt werden.

Gasleitung muss aus dem Weg

Die Sanierung der A1 bringt nicht nur dem Rheinunternehmen mehr Arbeit, sondern auch der Erdgas Ostschweiz AG. Weil für den Neubau der Ruderbach-Brücke die Erdgas-Transportleitung im Weg ist, muss diese um etwa zwei Meter in Richtung Fluss verlegt werden. Auf einer Länge von rund 30 Metern. «Die Leitung hat einen Durchmesser von etwa 30 Zentimetern und ist auf einen maximalen Betriebsdruck von 64 Bar ausgelegt», sagt Daniel Forlin. Die Leitung ist der Zubringer von Erdgas für das St. Galler Rheintal. Damit das Rohr unter dem Ruderbach hindurch geführt werden kann, ist der Bau eines neuen Dükers nötig. Die Arbeiten an der Leitung beginnen kommende Woche. Ist das neue Rohr verlegt, wird umgehängt.

Notfalleinspeisung

«Damit es während des Anhängens der neuen Leitung in der Gasversorgung keinen Unterbruch gibt, speisen wir über die Leitung Höchst–St. Margrethen Gas ein», sagt der Leiter Planung. Erdgas Ostschweiz verfügt über mehrere Zubringer, die im Notfall für das Gebiet der Gasversorgung Rheintal–Appenzellerland nutzbar sind. Nebst der Leitung Höchst–St. Margrethen könnte Erdgas auch über die Leitung Bangs–Rüthi ins Netz eingespeist werden.

Die Kosten für die Verlegung des Zubringers in St. Margrethen trägt nicht das Bundesamt für Strassen (Astra), sondern die Erdgas Ostschweiz AG.