NEUBAU: «Widnau auf dem Weg zur Stadt»

Das alte Haus an der Diepoldsauerstrasse 12 macht Platz für ein Wohn- und Geschäftshaus. Eine weitere Liegenschaft, die das Erscheinungsbild der Diepoldsauerstrasse verändern wird.

Susi Miara
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Das alte Haus macht Platz für die neue Überbauung. Im Hintergrund die alte «Krone». (Bild: Gert Bruderer)

Das alte Haus macht Platz für die neue Überbauung. Im Hintergrund die alte «Krone». (Bild: Gert Bruderer)

Susi Miara

Seit Kurzem verändert an der Diepoldsauerstrasse eine neue Baulücke das Dorfbild. Bald soll dort ein Wohn- und Geschäftshaus gebaut werden.

Das stattliche Wohnhaus aus dem Jahr 1905 stand damals an bester Lage, direkt an der Tramverbindung. Zum Haus gehörten auch eine Zweitwohnung im Obergeschoss, eine Tenne und ein Stall. Erbaut wurde es von Ferdinand Köppel. Bis 1952 war das Haus im Besitz der Familie Köppel. Im Holzbau mit biedermeierartigen Verzierungen und einem prächtigen Veranda-Aufbau wohnten zwei Familien mit über 20 Personen. 1952 kaufte Eugen Wider die Liegenschaft. Ab 1952 waren Eugen Wider und ab 1956 Jakob Wider (Cölesti­-nes) im angebauten Sticklokal als Lohnsticker tätig. Ab 1971 gehörte das Haus der Ammann AG. Diese realisierte einen grösseren Anbau für zwei Saurer-Stickereiautomaten mit Punchmaschine. Seit 1995 ist die Liegenschaft im Besitz der Heule Frei Verwaltungen AG, die das Sticklokal umbaute und bis 2009 der Asko Handels AG als Produktionswerkstätte und ab 2010 Heinz Sieber für «Mehrlust Catering» vermietete.

Die Eigentümerin plant auf dem 2000 Quadratmeter grossen Grundstück eine Gesamtüberbauung mit Wohn- und Geschäftshaus und Tiefgarage. «Die neue Überbauung wird das zukünftige Erscheinungsbild an der Diepoldsauerstrasse stark prägen», sagt Albert Heule und ist dabei überzeugt: «Widnau ist auf dem Weg zur Stadt.»

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