Neuaufbau mit Augenmass auf der Rheininsel

FC DIEPOLDSAU-SCHMITTER. Als Absteiger aus der 2. Liga und mit einer neu zusammengewürfelten Truppe musste Diepoldsau zunächst den Gegnern Tribut zollen, und findet sich derzeit in der Mitte der Tabelle auf Platz sechs wieder.

Gerhard Huber
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Der FCD setzte mit dem Sieg gegen Ruggell ein Highlight. (Bild: Archiv/uh)

Der FCD setzte mit dem Sieg gegen Ruggell ein Highlight. (Bild: Archiv/uh)

FC DIEPOLDSAU-SCHMITTER. Als Absteiger aus der 2. Liga und mit einer neu zusammengewürfelten Truppe musste Diepoldsau zunächst den Gegnern Tribut zollen, und findet sich derzeit in der Mitte der Tabelle auf Platz sechs wieder.

Im Grunde genommen waren alle froh, als im Sommer nach dem Abstieg aus der 2. Liga das Jahr des Grauens vorbei war und man sich auf die 3. Liga freuen konnte, in der endlich wieder Erfolgserlebnisse zu erwarten waren. Den Verantwortlichen war auch klar, dass mit der letztjährigen wohl allzu unerfahrenen Mannschaft auch die 3. Liga zum Abenteuer mit Abstiegsgefahr geworden wäre.

Königs-Transfer Karatay

Deshalb wurde auf dem Transfermarkt zugeschlagen: Gleich neun neue Spieler wechselten auf die Rheinauen. Königs-Transfer war die Verpflichtung des Ex-Profis mit Europa-League-Erfahrung Dursun Karatay als Sturmspitze. Dennoch tat sich der FCD zu Beginn schwer. Wobei meist nicht viel zum vollen Erfolg fehlte, startete das Team doch mit zwei Unentschieden gegen Triesenberg und Staad, um dann bei Rheineck mit der 1:4-Niederlage den ersten grossen Dämpfer einzufangen. Auch das bescheidene Teufen konnte nicht bezwungen werden.

Mit etwas Verspätung stiess mit Kevin Banoglu Can ein technisch versierter Mittelfeldstratege zu den Rheininslern und brachte die nötige Ordnung und Ruhe ins Spiel. Dem emotional engagierten und intensiv arbeitenden Trainer Engelbert Hutter gelang dann ein Turnaround. Seine Truppe zeigte eine stetige Aufwärtsentwicklung und wurde nach und nach zur eingespielten und auch ausserhalb des Rasens eingeschworenen Mannschaft. Dursun Karatay erfüllte seine Pflicht als Goalgetter und erzielte in den bisherigen zehn Spielen zehn Tore.

Wendepunkt war das Cupspiel Mitte September gegen den mit dem FCD abgestiegenen FC Ems. In einem tollen Fight gewannen die Hutter-Buben überlegen mit 3:1 und zeigten dabei, dass Spass und Freude am Fussball wieder zurück auf die Rheinauen gefunden haben. Nur wenig später wurde dann auch der FC Goldach mit dem Ex-Diepoldsau-Trainer Roman Hafner mit 4:1 Toren geschlagen. Es folgten die Auswärts-Festspiele gegen den FC Rüthi, das mit 6:2 Toren deklassiert wurde, und später noch ein Sieg gegen das bis dahin ungeschlagene Ruggell. Das Resultat der Hinrunde war der sechste Platz unter letztlich elf Mannschaften (AS Scintilla hat die Teilnahme an der Meisterschaft inzwischen aufgegeben) mit 14 Punkten. Es bleibt damit noch deutlich Luft nach oben.

Mehr Zeit zum Einspielen

Die Formkurve zeigt ebenso eindeutig nach oben. In der Winterpause wird Coach Hutter seinen Kickern die Möglichkeit bieten, sich in aller Ruhe noch besser aufeinander einzustellen, und im Frühjahr die gegebenen Möglichkeiten und die Stärken der Spieler auszunutzen.