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«Nein sagen wäre Zukunftsverweigerung»

Die Rebsteiner scheinen der Gemeindevereinigung deutlich aufgeschlossener gegenüberzustehen als die Marbacher. Jedenfalls gab es am Informationsanlass im Progy, anders als am selben Anlass zwei Tage zuvor in Marbach, nur befürwortende Voten.
Max Tinner
Hans-Peter Stiboller appelliert, an die Zukunft zu glauben und der Gemeindevereinigung zuzustimmen. (Bild: Max Tinner)

Hans-Peter Stiboller appelliert, an die Zukunft zu glauben und der Gemeindevereinigung zuzustimmen. (Bild: Max Tinner)

Was die Abstimmung zur Gemeindevereinigung vom 25. November betrifft, köchelt in Rebstein die Stimmung offenbar auf weitaus kleinerem Feuer als in Marbach. Am Informationsabend am Dienstag in Marbach war teils mit betont beherrschter Hitzigkeit gegen den Zusammenschluss votiert worden (wir berichteten in der Ausgabe vom Mittwoch). Befürworter hatten sich zwar durchaus auch zu Wort gemeldet und nicht minder Überzeugung spüren lassen; in der Wahrnehmung überwogen aber die gegnerischen oder zumindest skeptischen Stimmen.

Ganz anders am Donnerstag in Rebstein. Hier gab es aus dem Plenum zwar nur wenige, dafür ausschliesslich befürwortende Voten. Am prononciertesten äusserte sich Hans-Peter Stiboller. Er hatte bereits den Informationsabend (mit denselben Referaten) in Marbach besucht und zeigte sich erschreckt über die ablehnende Haltung des Primarschulrates Marbach. «Dass der Schulrat von Marbach dermassen am Bestehenden hängt, ist Zukunftsverweigerung», meinte der Pensionär, der früher in Rebstein selbst Lehrer war.

Das Eisen schmieden, solange es heiss ist

Stiboller erinnerte an den Zusammenschluss der katholischen und der reformierten Schulen von einst. Auch damals hätten die Gegner Zeter und Mordio geschrien. Heute seien konfessionell getrennte Schulen kaum mehr vorstellbar. Er griff auch das Votum Martin Kobelts vom Dienstag in Marbach auf. Jener hatte dort die Meinung vertreten, dass man ohne Not nicht fusionieren sollte. Er sehe es genau andersherum, meinte Stiboller: «Wenn sich schon die Gelegenheit bietet, muss man das Eisen schmieden, solange es heiss ist.»

Jürg Litscher sieht es gleich: «Diese einmalige Chance sollte man packen», meinte er. Er fragt sich auch, ob die enge Zusammenarbeit zwischen Rebstein und Marbach noch möglich wäre, würden die Marbacher die Vereinigung ablehnen.

Gemeinsam stärker

Marbachs Gemeindepräsident Alexander Breu beruhigte Litscher in dieser Hinsicht. Er hofft zwar auf ein Ja in beiden Gemeinden, sähe das gegenseitige Vertrauen aber nicht zunichtegemacht, ginge die Abstimmung verloren. Die Zweckverbände würden in diesem Fall weiter bestehen, und man wäre in jedem Fall bemüht, weiterhin im Guten zusammenzuarbeiten.

Für den Zusammenschluss votierte weiter Markus Nüesch. Er verspricht sich von einer grösseren Gemeinde mehr Einfluss gegenüber Bestrebungen von aussen, die Infrastruktur abzubauen. Er nannte das Beispiel Post: Rebstein habe sie bereits verloren; in Marbach gebe es zumindest jetzt noch eine. Einer grösseren Gemeinde fiele es womöglich leichter, sich für den Erhalt solcher Infrastrukturen stark zu machen, meinte Nüesch.

Claudia Graf wollte wissen, ob ein Zusammenschluss auch nur der Primarschule Rebstein und der Oberstufe Rebstein-Marbach möglich wäre. Bei einem Ja zur Gemeindevereinigung und einem Nein der Schulbürger von Marbach zur Eingemeindung ihrer Schule wäre die Inkorporation der Rebsteiner Schulen in die neue Gemeinde Rebstein-Marbach tatsächlich auch ohne die Schule Marbach möglich, erklärte Alexander Breu. Allerdings würden dann die Kantonsbeiträge gekürzt; um wie viel sei offen. Werde hingegen schon die Gemeindevereinigung abgelehnt, sei der Zusammenschluss der Schulen in Rebstein hinfällig.

Hinweis

Nach den Ferien sind weitere meinungsbildende Anlässe geplant.

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