«Nefenfeld ist kein Armenviertel»

Weil die Zukunft des Nefenfeld-Schulhauses derzeit ein grosses Thema ist, hat man sich auch mit dem Quartier als Ganzem befasst. Dabei wurde ermittelt, dass von den rund 750 Bewohnerinnen und Bewohnern 61,5 % Ausländer sind.

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Weil die Zukunft des Nefenfeld-Schulhauses derzeit ein grosses Thema ist, hat man sich auch mit dem Quartier als Ganzem befasst. Dabei wurde ermittelt, dass von den rund 750 Bewohnerinnen und Bewohnern 61,5 % Ausländer sind. Zumal das Gebiet Nefenfeld als «Ausländer-Quartier» bekannt ist, überrascht der Anteil auch in dieser Höhe kaum. Erstaunlicher ist schon eher, dass im Nefenfeld Menschen aus 27 Nationen zu Hause sind.

Die noch viel grössere Überraschung dürfte indes die Steuerkraft im Nefenfeld-Quartier sein. Sie liege «nur ganz minim unter dem Gemeindedurchschnitt», sagte gestern Gemeinderat Marco Köppel. Diese Erkenntnis kontrastiere mit einem verbreiteten Irrglauben und zeige klar: «Das Nefenfeld-Quartier ist kein Armenviertel.» Die drei Dutzend Bürgerinnen und Bürger an der Vorversammlung forderte der Gemeinderat auf: «Bitte weitererzählen!» Denn wo Vorurteile beseitigt werden können, sollte diese Chance auch genutzt werden. (gb)