Nationalliga-A-Auftakt in Widnau

Morgen Donnerstag um 19.30 Uhr beginnt für den Meisterschaftsdritten Faustball Widnau in der heimischen Aegeten die 39. Schweizer Meisterschaft im Hallenfaustball, wenn er die FG Rickenbach-Wilen (RiWi) zur Auftaktpartie begrüsst.

Conrad Aschwanden
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Widnau hat ein Problem mit dem Schläger, da sich Dennis Brulc verletzte und für längere Zeit ausfällt. – Trainer Stefan Linder (l.) arbeitet intensiv mit der Nachwuchshoffnung Steve Frei (r.). (Bild: cas)

Widnau hat ein Problem mit dem Schläger, da sich Dennis Brulc verletzte und für längere Zeit ausfällt. – Trainer Stefan Linder (l.) arbeitet intensiv mit der Nachwuchshoffnung Steve Frei (r.). (Bild: cas)

FAUSTBALL. Rückblickend auf die Hallenmeisterschaft im letzten Winter sind sich die sechs Mannschaften bewusst, dass jedes Spiel ungemein wichtig ist. Vier der insgesamt nur sechs Teams waren bis zur letzten Partie abstiegsgefährdet. Diepoldsau und Widnau schafften im letzten Moment noch den Sprung in den Finalevent, und überraschend wurde Oberentfelden relegiert. Verletzungen hinderten den Topfavoriten Schwellbrunn an einer erfolgreichen Titelverteidigung, und der Aufsteiger Jona nützte seine Chance zum Titelgewinn.

2 – 1 – 3

Die St. Galler gelten zusammen mit dem Feldmeister Diepoldsau als Favorit auf den Hallentitel. Als Anwärter auf den dritten Medaillensatz gilt der Aufsteiger Elgg-Ettenhausen. Im Kampf um den Abstiegsplatz wird ein Dreikampf zwischen RiWi, Schwellbrunn und Faustball Widnau erwartet.

Schwellbrunn ist seit dem Abgang von vier Nationalspielern stark geschwächt. Bei RiWi hat sich der 82-fache Nationalspieler Marcel Eicher aus dem NLA-Team zurückgezogen, und mit Kevin Hagen hat sich einer ihrer Schlagleute verabschiedet (neu bei Oberentfelden).

Widnauer Angriffs-Probleme

Und ganz prekär weist sich die Ausgangslage für den Widnauer Angriff aus. Das Schlägertrio des letzten Winters fehlt ganz. Bereits bekannt waren der Übertritt des brasilianischen Nationalspielers Juliano Fontoura (Ju) vom letzten Sommer sowie nach der Feldsaison die Rückkehr zum SVD des Routiniers Remo Pinchera. Der erst 27-jährige Schlagmann beendet seine NLA-Karriere und spielt nur noch zum Plausch Faustball.

Der grosse Hammerschlag wurde in den letzten Tagen bekannt. Der verbleibende Dennis Brulc verletzte sich beim Vorbereitungsturnier in Waldkirch wesentlich stärker als angenommen. Der österreichische Nationalspieler erlitt an einer problematischen Stelle einen Innenbandriss im Ellbogengelenk. Da eine Operation als zu riskant erachtet wird, wurde Brulc eine Ruhigstellung verordnet. Das Widnauer Trainergespann Günter Schneider und Stefan Linder musste handeln und hat mit Daniel Kehl den langjährigen Schlagmann früherer Zeiten zur Reaktivierung ins NLA-Team überreden können. Der 37-jährige Ex-Nationalspieler spielte in den letzten Jahren in Reservemannschaften mit, ist noch immer topfit und stark im Blocken. Trainer Linder gibt sich optimistisch: «Mit Dani können wir es schaffen.»

Bleibt zu hoffen, dass er Recht behält. Zudem stehen mit Malik Müller (16 Jahre) als Rückschläger und Steve Frei (17) für beide Schlag-Positionen zwei ganz junge Spieler im Aufgebot. Frei sammelte letzten Samstag bereits Erfahrung im Ernsteinsatz mit dem Erstligateam und wurde von Trainer Linder auch speziell betreut. In der Defensive stehen der Teamcaptain Mark Hüttig, das Brüderpaar Kevin und Mario Kohler sowie der Nachwuchsspieler Domenic Fehle bereit.

Die Partie von morgen Abend wird erste Erkenntnisse über die neue Teamzusammensetzung liefern. Die Ausgangslage ist absolut offen und beide Mannschaften wollen punkten, denn mit einem missratenen Einstieg wird es bei nur fünf Qualifikationspartien schwierig.