NATIONALFEIERTAG: Viel Prominenz an den Rednerpulten

Vom Bischof bis Bischofberger, vom kirchlichen bis zum politischen Amtsträger, vom Spitzensportler bis zum Sänger – die Bevölkerung kann sich auf ein breites Spektrum an Perspektiven freuen.

Monika von der Linden
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Zum Nationalfeiertag kommen viele prominente Festredner in unsere Region. (Bild: Archiv)

Zum Nationalfeiertag kommen viele prominente Festredner in unsere Region. (Bild: Archiv)

Monika von der Linden

«Ich freue mich auf jeden, der zur Bundesfeier kommt», sagt Markus Ritter, als er auf seinen Auftritt als Festredner in Altstätten angesprochen wird. Aus seiner Zeit als Stadtrat kennt er dort viele Menschen. «Ich werde nach meiner Rede mit ihnen disku- tieren und Freundschaften auf- frischen.»

Morgens Bauer, abends Nationalrat

Bevor Markus Ritter am Abend als Nationalrat zu den Altstät- tern spricht, ist er als Präsident des Schweizer Bauernverbands gefragt. Morgens wird er im bernischen Moosseedorf einen Bauernbrunch mit Bundesrat Ueli Maurer besuchen. Anlass ist das 25-Jahr-Jubiläum des «Buure- Brunchs» am Nationalfeiertag.

In seiner Heimatstadt bestimmt Markus Ritter den Standort der Schweiz unter wirtschaftlichen und politischen Gesichtspunkten. «Ich mache eine Aus- legeordnung aus der Sicht des Landes und nicht aus der der Landwirtschaft», sagt er. Interna- tionale Themen (Donald Trump und Brexit) wird Ritter auf die Schweiz anpassen. Er will Ideen vortragen, wie Probleme gelöst werden können, die aktuelle Entwicklungen bringen, und welche Chancen sie bergen. Dabei lenkt er die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer auf das Rheintal mit seiner Grenznähe.

Ein Besuch im Heimatdorf wird der Auftritt an der Bundesfeier auch für Bischof Markus Büchel. «Er ist ein Ur-Rüthner und wird in der Bevölkerung sehr geschätzt», sagt Philipp Scheuble. Am ersten Nationalfeiertag seiner Amtszeit greift der Gemeindepräsident die Philosophie seines Vorgängers auf, Exil-Rüth- ner als Festredner einzuladen. So sprachen bereits der damalige Kantonsratspräsident Markus Straub, Filmemacher Kuno Bont oder Michel Steger. Letzterer lebt seit vielen Jahren in Rumänien. «Mir imponiert, wie der Bischof die Verbundenheit mit seinem Heimatdorf lebt.» Trotz des hohen Amtes sei er menschlich geblieben. Die Volksnähe Büchels nimmt sich Scheuble zum Vorbild. Worüber Büchel sprechen wird, weiss Scheuble nicht.

«Demut und Dankbarkeit – Freude und Optimismus» überschreibt Ständeratspräsident Ivo Bischofberger seine Ansprache in Staad. In der Bevölkerung der Gemeinde Thal möchte der ranghohe Politiker aus Oberegg ein kritisches Bewusstsein fördern: «Die Zukunft unseres Landes lebt aus seiner Vergangenheit», beantwortet er die Frage, welchen eidgenössischen Schwur er heute leisten würde respektive sich vom Volk wünscht.

Ferienpause vor dem Nationalfeiertag

Viele Festredner sind in den Ferien. Sie können uns nicht vorab berichten, mit welcher Botschaft sie ans Rednerpult treten werden: Gerhard Pfister ist Nationalrat, Präsident der CVP Schweiz und Festredner in St. Margrethen. Als er im vergangenen Jahr in Alt- stätten zu Gast war, sagte er, er wolle die CVP frecher machen. Ob er den Wunsch auf das Rheintal überträgt und wie das aus- sähe, bleibt abzuwarten. Tho- mas Müller ist Nationalrat und Stadtpräsident von Rorschach. Er kommt nach Berneck, wo sein ehemaliger Ratsschreiber Bruno Seelos Gemeindepräsident ist. Regierungsrat Marc Mächler spricht vor den Widnauern.

Er ist nicht Politiker, sondern Spitzensportler: Marcel Hug ist Weltklasse in Geschwindigkeit. Von ihm wäre in Diepoldsau interessant zu erfahren, ob sich das strategische Agieren eines Sportlers mit dem eines Landes vergleichen lässt.

Er spricht nicht, er singt: Shem Thomas gibt an der Rebsteiner Bundesfeier ein Konzert. Man darf gespannt sein, ob er die Nationalhymne alleine oder mit den Besuchern singen wird.