National unter den Top Sechs

UNIHOCKEY. Erstmals in der Geschichte der Rheintal Gators Widnau nahm eine Juniorinnen-Mannschaft an den Finalspielen von swiss unihockey teil. Die U18-Damen schafften allerdings keinen Sieg und wurden Sechste.

Melanie Sutter
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Die Gators-U18-Juniorinnen gehören in ihrer Altersklasse zu den sechs besten Mannschaften der Schweiz. (Bild: pd)

Die Gators-U18-Juniorinnen gehören in ihrer Altersklasse zu den sechs besten Mannschaften der Schweiz. (Bild: pd)

Dank einer wahnsinnigen Leistungssteigerung von Anfang Saison 2014/15 bis zum Ende erspielte sich die U18 den dritten Schlussrang. Bereits diese tolle Platzierung in der Gruppenphase war für die Juniorinnen und die Trainerinnen Sarah Schmidhauser und Petra Künzler ein riesiger Erfolg, so dass die Finalspiele um den Schweizer Meistertitel 2015 als ein Zückerli zum Saisonschluss angesehen werden konnten. Spass am Spiel und Einsatz für das Team standen im Zentrum. Bereits die eineinhalbstündige Fahrt zeigte, dass die Juniorinnen nicht realisiert hatten, was für einen Stellenwert diese Spiele in Richterswil haben. Die Mannschaft wurde wie ein Starteam begrüsst und in den offiziellen Spielerinnen-Bereich geführt.

Sofort unter Druck

Ab der ersten Minute wurden die «Gatorinnen» von ihren Gegnerinnen, den einheimischen Greenlight Richterswil, unter Druck gesetzt und überrascht: 0:2. Diese zwei kurz aufeinander versenkten Bälle rüttelten die Gators-Damen wach. Mit vereinten Kräften hielten sie zusammen und verteidigten ihr Tor wie Löwinnen – inklusive der Torwartin Medea Müller. Bis zur Pause stand es 4:0 für Richterswil. Obwohl die Rheintalerinnen einige Chancen hatten, die jedoch von der gegnerischen Torwartin zunichte gemacht wurden, dominierten die Richterswilerinnen. Nach dem Pausenpfiff liessen sich die Gatorinnen weiter nicht vom einheimischen, lautstarken Publikum beeindrucken. In der zweiten Spielhälfte erspielten sich beide Teams gute Chancen, wobei es nur den Richterswilerinnen gelang, diese zu verwerten: Zum Schlusspfiff stand es 10:0.

Chancen nicht genutzt

Kopf hoch und weiter geht's, war das Motto. Nach kurzer Verschnaufpause startete das zweite Quali-Spiel gegen Jona. Dessen Spielerinnen waren den Rheintalerinnen bereits aus den Meisterschaftsspielen bekannt. Obwohl das erste Spiel noch in den Knochen sass, gelang den Gators ein toller Start. Die Jonerinnen, die wegen eines unglücklichen Zusammenstosses im ersten Match auf zwei Spielerinnen verzichten mussten, hielten gut dagegen. Zum Pausenpfiff stand es 1:1, was das ausgeglichene Spiel widerspiegelte. Der Start in die zweite Hälfte gelang jedoch Jona: Gleich zwei Freistösse wurden zum 3:1 verwertet. Die Gators kamen zwar ins Spiel, nutzen aber die guten Torchancen nicht. Im Gegensatz dazu schob Jona noch einen Ball zum 4:1 ein.

Guter Start, schlechtes Ende

Am Sonntag stand das letzte Spiel um Platz fünf und sechs an. Mit den Red Ants Rychenberg aus Winterthur stand den Rheintalerinnen ein aus der U17-Grossfeldprojekt-Meisterschaft bekannter Gegner gegenüber. Ins Spiel erwischten die Rheintalerinnen den besseren Start und erzielten bis zum Pausenpfiff drei Tore. Die Juniorinnen der Gators dominierten das Spiel, erspielten sich anfangs der zweiten Spielhälfte weitere gute Torchancen. Die gegnerischen Angriffe wurden an der Mittellinie abgeblockt. Zehn Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt, da erzielten die Winterthurerinnen ihr erstes Tor durch einen Freistoss. Daraufhin erzielten die Gegnerinnen zwei weitere Tore, wobei die Rheintalerinnen die Chancen ihrerseits nicht nutzten. Kurz vor dem Schlusspfiff konnten die Gegnerinnen noch das vierte Tor erzielen und so stand es zum Schluss 4:3. Mit gesenkten Köpfen verliessen die Rheintalerinnen das Spielfeld. Rückblickend waren diese zwei Turniertage eine super Sache, an denen jede für sich viel Erfahrung im eigenen Spiel mit dem Stock und dem Ball sammeln konnte. Mit dem Ziel, nächste Saison wieder teilnehmen zu können, machten sich die Juniorinnen auf den Heimweg. Im Mai starten sie wieder in den Trainingsalltag und versuchen gleich, an ihrer Schuss- und Stocktechnik sowie der Spieltaktik weiterzufeilen, so dass sie für den anstehenden Saisonstart im September wieder ready sind.

Gators: Belina Hunziker, Anina Ryser, Livia Tinner, Medea Müller (Tor), Sarah Steiger, Jessica Staudacher, Laura Jüstrich, Giulia De-Marchi, Pascale Friolet, Joëlle Bitzi.

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