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Nachwuchstalent aus Rüthi

Remo Mattle möchte sein Hobby Skifahren zum Beruf machen. Sein bisher grösster Erfolg ist der Titel Ostschweizer Meister.
Mäx Hasler
Remo Mattle mit seiner bisher schönsten Medaille, der goldenen von der Ostschweizer Meisterschaft. (Bild: Mäx Hasler)

Remo Mattle mit seiner bisher schönsten Medaille, der goldenen von der Ostschweizer Meisterschaft. (Bild: Mäx Hasler)

SKI ALPIN. Das Schweizer Herren-Ski-Team machte im vergangenen Winter keine allzu grosse Furore. Dies könnte sich in absehbarer Zukunft vielleicht ändern, wenn die Vorstellungen von Remo Mattle in Erfüllung gehen. Der 19-jährige Rüthner, der im August erfolgreich seine Zimmermannslehre abgeschlossen hat, setzt in nächster Zeit voll auf den Skisport. Momenten ist er im Juniorenkader des OSSV. Mit guten Leistungen möchte er vorerst ins C-Kader von Swiss Ski fahren. Ski fährt Mattle seit seinem dritten Lebensjahr. Er konnte es damals kaum erwarten, dass wieder Winter wurde und er mit der Familie in die Skiferien fahren konnte. Mit etwa neun Jahren fuhr Mattle in Davos erfolgreich die ersten Jekami-Rennen. So richtig gepackt hat es ihn mit etwa zwölf, dreizehn Jahren. «Ich wollte meinem älteren Bruder nacheifern, der ein guter Skifahrer war. Er fährt inzwischen nicht mehr, ich bin den Brettern treu geblieben», erinnert er sich an die Anfangszeiten seiner Laufbahn.

Steiniger Weg

Mit dreizehn Jahren gehörte das Mitglied vom Skiclub Grabserberg bereits dem Jugendkader an, und ein Jahr später gelang ihm der Sprung ins Juniorenkader des OSSV, dem er noch immer angehört. Dies alles ohne je in einem Sportgymnasium gewesen zu sein. «Für mich waren diese Jahre eine Lebensschule. So wie ich das gemacht habe, musste ich mehr beissen, was mich auch prägte. Es ist aber auch ein Verdienst meiner Familie, der ich mit guten Resultaten etwas zurückgeben möchte», sagte der ehemalige Junior des FC Rüthi. Bis Remo Mattle da war, wo er momentan ist, war es für ihn ein steiniger Weg. In seiner Lehrzeit war er zum Teil mehr unterwegs als am Arbeiten. Zum Glück hatte er in der Firma De Meeuw in Oberriet einen verständnisvollen, grosszügigen Lehrmeister, der ihm viele Freiheiten gewährte.

In der laufenden Saison, die noch bis Mitte April dauert, lief es ihm nicht mehr so gut wie in der letzten. Grund ist das Büffeln für die Lehrabschlussprüfung, die er trotz seiner vielen Absenzen bravourös geschafft hat.

Am Fis-Rennen in den Top Ten

In der letztjährigen Saison konnte er seinen bisher schönsten Erfolg verbuchen. Mattle wurde Ostschweizer Meister im Riesenslalom und Vizemeister im Super G, seinen beiden Lieblingsdisziplinen. In der laufenden Saison fuhr er an einem Fis-Rennen erstmals in die Top Ten. Dies ist aber mit einem enormen Aufwand verbunden. Sechs Tage in der Woche macht er täglich vier bis acht Stunden Ausdauer-, Kraft- und Techniktraining. Meistens im TC Heerbrugg, das ihm finanziell sehr entgegenkam. Ausserdem steht er an etwa 130 Tagen auf den Skiern, mit denen er etwa 40 Rennen bestreitet. Diese finden in der Schweiz, in Liechtenstein, Deutschland, Italien, Frankreich, Slowenien und Bulgarien statt. Das Schneetraining absolviert er hauptsächlich im Mölltal. Dies heisst für ihn, dass er pro Saison rund 40 000 Autokilometer zurücklegt. Seit Kurzem mit einem eigenen Kombi, den er zu günstigen Konditionen bei der Schlossgarage kaufen konnte. Vorher hiess der Chauffeur Papa oder Mama. Beim OSSV hat er nun auch zwei Trainer, die sich professionell um ihn kümmern. Zusätzlich trainiert er nach einem speziellen Trainingsplan eines Wiener Sportarztes, der schon Hermann Meier und Sonja Neff mit Rat und Tat zur Seite stand.

Sponsorensuche

Für seine Auslagen im mittleren fünfstelligen Bereich hatte er im Ausrüster Nordica und im Gönner Pkz (Papa kann zahlen) grosszügige Sponsoren. Momentan ist Remo Mattle auf der Suche nach weiteren Sponsoren, denn er möchte seinem Vater nicht mehr länger auf der Tasche liegen. Dieser und auch der Rest der Familie steht zwar hundertprozentig hinter ihm und unterstützt ihn, wo es geht. Wichtiger aber als die Erfolge ist für seine Eltern, dass ihr Sohn heil von den Rennen nach Hause kommt. Mit der Unterstützung von Gönnern und Sponsoren hofft er nun, den Sprung ins C-Kader des OSSV zu schaffen. Dies soll aber noch nicht die Endstation sein. «In der laufenden Saison konnte ich mein Punktekonto merklich verbessern, was mir wieder einen Schub geben wird. Nachdem nun die Doppelbelastung Lehre/Training weg ist, hoffe ich, dass meine Resultate noch besser werden.» Gelegenheit, das Punktekonto zu verbessern, hat Remo Mattle wieder am kommenden Wochenende, denn es stehen Rennen im Südtirol auf dem Programm. Vielleicht mit einem Zimmermann aus Rüthi auf dem Podest.

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