Nachtangelverbot wieder aufheben

HEERBRUGG. Der Fischereiverein Mittelrheintal hat beim Kanton ein Gesuch eingereicht, in dem er ihn um Unterstützung für das Aufheben des Nachtangelverbotes bittet. An der Hauptversammlung im Optik-Hus in Heerbrugg wurde unter anderem darüber informiert.

Angelika Rieger
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Karl Oehler (2. v. l) begrüsste mit (vorne, v. l.) Marcel Zellweger, Fredi Zellweger und Fridolin Scherrer drei neue Kommissionsmitglieder. Adi Heule, Adi Schmelzer, Markus Herter und Attila Feher (v. l.) demissionierten. (Bild: Angelika Rieger)

Karl Oehler (2. v. l) begrüsste mit (vorne, v. l.) Marcel Zellweger, Fredi Zellweger und Fridolin Scherrer drei neue Kommissionsmitglieder. Adi Heule, Adi Schmelzer, Markus Herter und Attila Feher (v. l.) demissionierten. (Bild: Angelika Rieger)

Neben Binnenkanal, Rietach und Moosanger befischt der FVM auch den Alten Rhein. Welse und Hechte gehören dort zum Fischbestand. Einige der Änderungen der neuen Fischereiverordnung, die 2009 in Kraft getreten ist, machen dem FVM deshalb besonders zu schaffen. Das Nachtangelverbot sowie das Verbot für das Angeln mit lebenden Köderfischen haben für den Verein sogar wirtschaftliche Auswirkungen. Der Verkauf von Tages- und Monatskarten ist im vergangenen Jahr um 30 Prozent zurückgegangen. Von den 358 Mitgliedern waren nur 254 aktiv. Sichtbar wird dies in der Rechnung, die mit einem erheblichen Verlust abschliesst. Trotzdem wurden am Samstag von den 82 Stimmberechtigten beschlossen, die Kartenpreise vorerst nicht zu erhöhen. «In den nächsten Jahren muss aber nach einer Lösung gesucht werden», erklärte FMV-Präsident Karl Oehler. Ebenfalls beschlossen wurde, keine Tageskarten für Gastfischer am Binnenkanal ins Angebot aufzunehmen.

Auch die Jungfischer lösten weniger Patente. Von 62 haben nur 37 gelöst. Wie der Jugendwart mitteilte, wird das Jahresprogramm auch dieses Jahr wieder Interessantes für die Jungfischer bereithalten.

Das Geld fehlt

Die Einnahmen aus den Kartenverkäufen wurden vom FVM für Projekte verwendet, welche die ökologische Aufwertung ihrer Gewässer zum Ziel haben. «Fehlt dieses Geld, fehlt uns zukünftig auch der dringend notwendige Handlungsspielraum für die Unterstützung solcher Projekte», führt Karl Oehler unter anderem in einem Gesuch (siehe Kasten) auf, welches er an den Kanton stellt. Karl Oehler hat das Gesuch mit der Bitte, dieses an den Kanton weiterzuleiten, an den Fischereiverband St. Gallen geschickt. Bisher hat der Kantonalverband noch nicht reagiert.

Weniger Fische gefangen

Der Bericht des Gewässerwartes Adi Schmelzer zeigt, dass am Alten Rhein zwar insgesamt mehr Gewicht gefangen wurde, die Stückzahlen aber beim Hecht und vor allem bei den Welsen stark rückläufig sind. Er führt dies vor allem auf das Verbot des lebenden Köders zurück. Am Binnenkanal wurden 141 Regenbogenforellen und 74 Äschen weniger gefangen als im Vorjahr. Die Auswirkungen des Hochwassers vom August 2009 seien noch immer spürbar, meinte Schmelzer. Wie Karl Oehler in seinem Bericht ausführte, habe es inzwischen einen Informationsaustausch über Besatzmassnahmen mit dem Amt für Jagd und Fischerei gegeben. Guido Ackermann habe eine Subventionierung des Fischbesatzes zugesichert. Die Zeitdauer sei noch nicht abgegrenzt. Auch hier wurde ein Gesuch eingereicht.

18 Jahre im Vorstand

An der HV verabschiedete der FVM vier Kommissionsmitglieder. Adi Schmelzer gehörte 18 Jahre dem Vorstand an, war Jugend- und Gewässerwart. «Überall, wo es etwas zu schaffen gab, war er dabei», ehrte Oehler seinen Kollegen. Schmelzer erhielt die Ehrenmitgliedschaft. Attila Feher amtete zehn Jahre, Markus Herter drei und Adi Heule sechs Jahre in der Kommission. Neu aufgenommen wurde Marcel Zellweger (Aktuar). Fridolin Scherrer und Fredi Zellweger teilen sich neu das Amt des Gewässerwarts. Die übrige Kommission wurde in globo wiedergewählt. Weitere drei Jahre amtet auch Karl Oehler. Er sucht einen Nachfolger.