Nach zwölf Jahren manches erneuern

ALTSTÄTTEN. In Altstätten betreibt der Kanton zwar sein neustes Gefängnis, aber auch dieses ist schon zwölf Jahre alt. Unabhängig von einem Ausbau sind deshalb grössere Unterhaltsarbeiten nötig. Diese zögert der Kanton soweit möglich bis zur Erweiterung hinaus.

Gert Bruderer
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Seit der Eröffnung des Altstätter Regionalgefängnisses sind zwölf Jahre vergangen. Die Elektronik erreicht allmählich das Ende ihrer Lebensdauer. (Bild: Urs Bucher)

Seit der Eröffnung des Altstätter Regionalgefängnisses sind zwölf Jahre vergangen. Die Elektronik erreicht allmählich das Ende ihrer Lebensdauer. (Bild: Urs Bucher)

ALTSTÄTTEN. In Altstätten betreibt der Kanton zwar sein neustes Gefängnis, aber auch dieses ist schon zwölf Jahre alt. Unabhängig von einem Ausbau sind deshalb grössere Unterhaltsarbeiten nötig. Diese zögert der Kanton soweit möglich bis zur Erweiterung hinaus. Zu erneuern sind unter anderem die Sicherheitsanlagen, die angesichts der schnellen technologischen Entwicklung bald das Ende ihrer Lebenszeit erreichen. «Passé ist auch die frühere, klassische Gefangenenarbeit», sagt Joe Keel, der Leiter des Amtes für Justizvollzug. Heute habe man nur eine Chance im Markt, wenn Lastwagen gut zufahren können und sich grosse Mengen von Material leicht verschieben lassen. Die Konzentration im Vollzugswesen ist nicht erst jetzt ein Thema, sondern hat bereits mit dem Bau des heutigen Altstätter Regionalgefängnisses eingesetzt. Bevor dieses im März 2003 bezogen (und an Tagen der offenen Tür von schätzungsweise 20 000 Menschen besichtigt wurde), hatte der Kanton St. Gallen noch über zwölf Bezirksgefängnisse sowie ein kantonales Untersuchungsgefängnis verfügt. Einige Anlagen genügten damals den Anforderungen an Sicherheit und Infrastruktur nicht mehr; eine Renovation kam aus Kosten- und/oder Platzgründen nicht in Frage – die Anlagen wurden geschlossen. Nach der Erweiterung in Altstätten will der Kanton nur noch zwei weitere Gefängnisse betreiben, je eines in St. Gallen und Uznach.