Nach zahlreichen Stellungnahmen aus der Gemeinde: Die Tempo-30-Zone in Balgach wird in zwei Etappen geplant

Das Tempo-30-Projekt in Balgach polarisiert - insbesondere über die Handhabung bei der J. Schmidheinystrasse herrscht in der Gemeinde Uneinigkeit. Damit das Projekt nicht stillsteht, hat der Gemeinderat die beiden Zonen «Nordost» und «Südost» voneinander getrennt. Das erarbeitete Projekt Tempo-30-Zone «Nordost» liegt nun auf.

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Beispiel eines Eingangstors der Tempo-30-Zone West.

Beispiel eines Eingangstors der Tempo-30-Zone West.

Bild: pd

(red/gk) Ursprünglich umfasste das Tempo-30-Projekt Ost das Gebiet ab der Rietstrasse bis zum Wild- Heerbrugg-Areal. Darin enthalten war auch die J. Schmidheinystrasse, die sich aber als Knacknuss erwies. Sie ist von mehr Durchgangsverkehr betroffen als die restlichen Strassen und es wären zahlreiche seitliche Beruhigungselemente nötig, um diese Gemeindestrasse 1. Klasse auf ein tempo-30- taugliches Niveau zu senken.

Es folgte die Unterteilung des Projektes in die Zonen «Nordost» (Neudorf-, Werber-, Eichholz-, Nelken-, Rosen-, Gerbe-, Kugel- und Dachertstrasse) und «Südost» (Flora-, Untermäder-, Korn- und Heimstrasse sowie Kindergartenweg) unter Auslassung der J. Schmidheinystrasse. Die Bevölkerung konnte sich während des Mitwirkungsverfahrens im Frühsommer zu den geplanten Zonen einbringen und tat dies mit 24 schriftlichen Stellungnahmen.

Zone «Nordost» hat Vorrang

Die Rückmeldungen betrafen grösstenteils die Zone «Südost», wie es in einer Mitteilung der Gemeinde heisst. Ebenfalls wurde vielfach der Wunsch geäussert, dass die J. Schmidheinystrasse in die Tempo-30-Zone einbezogen werden soll, obwohl sie als einzige Strasse im Perimeter über ein durchgängiges Trottoir verfügt.

Die erneuten Abklärungen werden Zeit in Anspruch nehmen. Damit das Projekt nicht stillsteht, hat der Gemeinderat entschieden, die beiden Zonen «Nordost» und «Südost» voneinander zu trennen. In einem ersten Schritt soll die Zone «Nordost» vorangetrieben werden. Dadurch können die Massnahmen für die Tempo-30-Zone zusammen mit der für nächstes Jahr geplanten Strassensanierung «Eichholzstrasse 3. Etappe» realisiert werden. Parallel dazu wird die Integration der J. Schmidheinystrasse in die Tempo-30-Zone zusammen mit den offenen Punkten der Zone «Südost» geprüft.

Das Tempolimit im östlichen Bereich der Gemeinde herunterzusetzen, war bereits im Anschluss an die 2010/2011 realisierte Tempo-30-Zone West geplant. Das Vorhaben wurde nicht weiterverfolgt, da sich Widerstand gegen die Verkehrsberuhigungsmassnahmen wie Blumentöpfe und Inseln mit Bäumen regte. Nach einem Gesuch von mehreren Bürgern wurde die Einführung der Tempo-30- Zone Ost wieder aufgegriffen. Ivo Kobler, Leiter Tiefbau/Werke sagt:

«Das schriftliche Mitwirkungsverfahren stellte sich in Pandemiezeiten als geeignetes Instrument heraus, um Meinungen abzuholen.»

Es fanden Gespräche mit Anwohnern statt. Mehrheitlich werden die Massnahmen begrüsst.

Der Gemeinderat hat das erarbeitete Projekt Tempo-30- Zone «Nordost» verabschiedet. Es liegt bis am 22. Dezember öffentlich auf. Die anschliessende Umsetzung ist im Frühjahr 2021 geplant.