«Nach em Räge schint d'Sunne»

BALGACH. Beim Treffen mit den Sponsoren lüftete Willy Hutter, langjähriger Regisseur des Nostalgietheaters, das Geheimnis der nächsten Inszenierung: 2016 knüpft er mit volkstümlichen Schlagern an die Erfolge früherer Schweizer Musicals an.

Maya Seiler
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OK-Präsident Peter Tanner «verneigt» sich vor den Sponsoren, deren Unterstützung auch die nächste Inszenierung des Nostalgietheaters Balgach möglich macht. (Bild: Maya Seiler)

OK-Präsident Peter Tanner «verneigt» sich vor den Sponsoren, deren Unterstützung auch die nächste Inszenierung des Nostalgietheaters Balgach möglich macht. (Bild: Maya Seiler)

Am Donnerstagabend warteten die Freunde des Nostalgietheaters Balgach, mit Speis und Trank im Weingut Schmidheiny verwöhnt, gespannt auf die Ankündigung der neuen Inszenierung. Willy Hutters Frage «My Fair Lady und dann?» leitete über zur Vorstellung des gewählten Musicals mit alten Schnulzen. Artur Beul, Komponist von volkstümlichen Schlagern, hatte in den 40er-Jahren grossen Erfolg mit den Melodien, die er für die Geschwister Schmid und das Duo Martheli Mumentaler und Vreneli Pfyl schrieb. «Übere Gotthard flüüged d‘Bräme», «Am Himmel stoht es Sternli» oder «Nach em Räge schint d'Sunne» sind Titel, die das Wunschkonzert der damaligen Zeit prägten. Das letztgenannte Stück gibt dem neuen Musical des Nostalgietheaters den Namen. Die Musik umfasst Ländler ebenso wie volkstümliche Schlager, Tango oder Swing.

Musikalisch die Besten

In Goran Kovacevic hat Hutter einen musikalischen Leiter gefunden, der die Stücke, im Original oft nur ein Klaviersatz mit Singstimme, nach seinen Vorstellungen arrangierte. Er stellt für die Aufführungen sein eigenes Orchester zusammen. Den Klavierpart übernimmt Isabella Pincsek, die auch als Korrepetitorin bei den Bühnenproben wirken wird. Die Leitung des Chors übernimmt René Reiter, der auch die Arrangements für die Gesangs- und Chorstimmen des Musicals schrieb.

Volkstümlich ist «in»

Willy Hutter sieht die Zeit reif für ein Schweizer Volksmusik-Musical: Schlager und Volksmusik sind wieder «in». Der Komponist Artur Beul wollte seine Lieder schon 1950 als Musical (damals Operette) inszenieren. Der Texter Jürg Amstein, zusammen mit Paul Burkhard für den Erfolg der «Kleinen Niederdorfoper» und des «Schwarzen Hechts» verantwortlich, machte aus den Schlagern das Stück «De Güggelirank». Es wurde 1954 mit wenig Erfolg aufgeführt. Gut 30 Jahre später reüssierte eine überarbeitete Fassung. Natürlich hat Willy Hutter sein eigenes Konzept. Er inszeniert das Stück für 30 Spielende aller Altersstufen. Je nach Rolle braucht es unterschiedliche Talente: Gesang, Schauspiel, Tanz, Akrobatik. Am 1. Juni können sich alle Interessierten, ehemalige Mitwirkende und neue, über die Teilnahme informieren (Details: www.nostalgiethea ter.ch). Für die Hauptrollen wird ein Casting angesetzt; die Chorproben beginnen im Januar 2016, die Theaterproben im März; die Premiere ist am 7. Oktober.

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