Nach dem Motto «Erlebnis vor Ergebnis»: Der grosse Fussballtag in Widnau

300 Widnauer Mittelstufenschüler hatten gestern Freitag Spass am Projekt des Schweizerischen Fussballverbandes.

Tim Naef
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Seit vier Jahren läuft das Projekt «Credit Suisse Cup School Tour» des nationalen Fussballverbandes (SFV). Jährlich wurden schweizweit zehn Orte, respektive Schulen besucht, die sich darum beworben hatten. Und nun im letzten Austragungsjahr kommen gleich zwei Rheintaler Schulen in den Genuss: Gestern Freitag die Widnauer Mittelstufenschüler und am Montag wird der Parcours in Diepoldsau aufgestellt.

Auf sechs Minifussballfeldern duellierten sich die Kids «Vier gegen vier», angefeuert von den Mannschaftskollegen, die sie nach Hälfte der Spielzeit ablösten. Die rund 300 Mittelstufenschüler wurden in 28 Mannschaften aufgeteilt, die eine Hälfte war am Morgen auf der Widnauer Aegeten im Einsatz und die andere am Nachmittag.

Viel Spielzeit und Spass mit dem Robokeeper

Dabei wurden weder Tore noch Ergebnisse notiert. «Das Motto lautet Erlebnis vor Ergebnis», sagt Josheba Kocher, SFV-Praktikantin im Bereich Breitenfussball, die in Widnau Spielleiterin war und erklärt: «Ähnlich wie es jetzt bei den E-, F-, G-Junioren praktiziert wird.» So kamen die Kids zu viel Spielzeit und waren permanent in Bewegung. Abwechslung brachte der vollautomatisierte Robokeeper: Ein beweglicher Torhüter aus Spanplatten reagiert mittels Sensoren auf den Ball.

Damit ist er auf der höchsten Stufe sieben selbst für Profis fast unbezwingbar. Die Widnauer Kickerinnen und Kicker hatten auf der Stufe zwei und drei ihre liebe Mühe, den Robotergoalie zu bezwingen. Wie sie sich schlugen, können sie sogar den Eltern zeigen: Jedes Kind wurde gefilmt. Die Nummer, die es mit dem Armband erhielt, ist auf www.credit-suisse-cup.ch unter Robokeeper abrufbar.

Anlage hätte grösseren Anlass verdient

Diese Box betrieben zwei der fünf Mitarbeiter von der Agentur «d’aktiv», die auch unter Mithilfe der Lehrer die gesamte Anlage aufgebaut hatten. «Es ist sehr schade, dass wir diesen Anlass nicht ausbauen konnten, etwa mit einem gemeinsamen Mittagessen oder indem wir die Eltern einluden», sagt Martin Widmer, Lehrer der Mittelstufe, der sich letztes Jahr beim Fussballverband, um die Cup-School-Tour beworben hatte. Aber aufgrund des Pandemie-Problems habe man die Austragung so klein wie möglich gehalten.

«Es ist schön, dass wir das Ganze, das eigentlich auf Mai geplant war, doch noch durchführen konnten.» Die Kinder verdankten diese willkommene Abwechslung im Schulalltag mit grossem Einsatz und organisierten sich dabei ziemlich selbstständig. (rew)