Nach Blitzstart eingeholt

Larissa Bertényi startete an der U20-EM in Schweden stark, verpasste den Final aber doch.

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Bei der vierten Runde lag Larissa Bertényi (Mitte) noch vorn, dann wurde sie eingeholt. Am linken Bildrand, gerade noch knapp erkennbar, die schnellste U20-Hürdenläuferin, die Polin Pia Skrzyszowska. (Bild: pd)

Bei der vierten Runde lag Larissa Bertényi (Mitte) noch vorn, dann wurde sie eingeholt. Am linken Bildrand, gerade noch knapp erkennbar, die schnellste U20-Hürdenläuferin, die Polin Pia Skrzyszowska. (Bild: pd)

(rez/pd) Die Rheintaler Hürdenläuferin Larissa Bertényi hat in der laufenden Saison die Limite für die U20-EM gleich viermal unterboten. Dies liegt auch daran, dass sie den Trainer gewechselt hat: So hat sie im Juni nach zwei Jahren endlich wieder ihre persönliche Bestzeit verbessert und sich unter der Leitung des Teams von Yves Zellweger und René Wyler auf diesen Anlass vorbereitet.

Dank der starken Zeiten in dieser Saison durfte sie mit der Schweizer U20-Leichtathletikelite an die European Athletics U20 Championsships, die U20-EM, nach Schweden reisen. Für diesen Anlass, der in Boras (nähe Göteborg) stattfand, setzte sie sich die Halbfinalqualifikation zum Ziel. Doch es kam anders: Die Organisatoren haben im definitiven Zeitplan den Halbfinal gestrichen. So mussten die 22 teilnehmenden europäischen U20-Top-Athletinnen sich direkt aus drei Vorläufen für den Final qualifizieren.

Persönliche Bestzeit hätte zum Finaleinzug gereicht

Larissa Bertényi startete am Freitag um 11.48 Uhr in einer Serie, in der unter anderem die schnellste Europäerin dieser Altersklasse dabei war, die Polin Pia Skrzyszowska. Was in diesem Lauf passierte, war erstaunlich: Larissa Bertényi startete explosiv (mit der kürzesten Reaktionszeit von 0,160 sec), attackierte die erste Hürde äusserst aggressiv und war in diesem Lauf bis zur vierten Hürde in Führung.

Ab der fünften Hürde wurde sie dann aber von drei Konkurrentinnen, unter anderem Pia Skrzyszowska, abgefangen. Bei der Zielüberquerung fehlten der Rheintalerin dann nur drei Hundertstel für die Finalqualifikation. Ihre Zeit ergab den zehnten Rang.

Dies musste sie erst verdauen – besonders, weil sie mit einer persönlichen Bestleistung im Final hätte starten können. In Boras lief sie 13,88 sec, was nicht gereicht hat. In Mannheim war sie vor drei Wochen die gleiche Distanz in 13,72 sec gelaufen – dies hätte für den Finaleinzug gereicht. Möglicherweise waren jedoch auch ihre Zielsetzung und ihre Erwartungshaltung etwas zu bescheiden. Auf jeden Fall zeigte Larissa Bertényi in Schweden einmal mehr, dass sie Potenzial hat. Nach dem Rennen sagte sie nochmals, dass sie zurzeit topmotiviert sei und sie fest daran glaube, dass es sich lohnt, weiterhin hart zu trai­nieren.