Rheineck
Musikverein wagte sich in der Kirche auch an Ungewohntes

Ende November fand nach einem Jahr Unterbruch wieder ein Kirchenkonzert des Musikvereins Rheineck statt. Die Musikantinnen und Musikanten zeigten in der gut gefüllten evangelischen Kirche, dass sie ihre Instrumente trotz Zwangspause noch immer bestens beherrschen.

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Der Musikverein Rheineck während des Kirchenkonzerts.

Der Musikverein Rheineck während des Kirchenkonzerts.

Eröffnet wurde das Konzert durch die Jungbläsergruppe der Musikschule am Alten Rhein mit Unterstützung einzelner Young Harmonists unter der Leitung von Bruno Ritter. Mit den selbst angesagten Stücken begeisterten die Jüngsten das Publikum. Nach einer kurzen Umbauphase folgte der Musikverein Rheineck unter der Leitung von Markus Lutz. Durch das Programm führte Bernhard Lapp. Als Auftaktstück diente «So schön ist Blasmusik», worauf ein erster Höhepunkt des Abends folgte, das «Hirtenlied», arrangiert von Ruth Cozzio mit einem Solo für Klarinette, das von Brigitte Lutz interpretiert wurde. Mit dem Marsch «Allgäu Land» wurde das Publikum nach Deutschland entführt. Der Musikverein war sich bewusst, dass dieses Stück für ein Kirchenkonzert zwar ungewohnt anmutet, wagte es aber trotzdem – und der Applaus der Zuhörenden gab ihm recht. Das Werk «Arctic Challenge»erzählte in drei Sätzen von den rauen Begebenheiten in der Arktis, und «Fantasy», das für das Ensemble sehr fordernd war, unterhielt das Publikum mit eher jazzigen Rhythmen. Es folgte «Down By The Salley Gardens», das die Geschichte einer Wanderschaft in einem Weidenwald erzählt, basierend auf einem alten irischen Volkslied. Zum Abschluss des Konzerts wurde die «Finkensteiner Polka» aufgeführt. Nach einem grandiosen Applaus folgten zwei Zugaben. Im Abschlussstück «La sera sper il lag» wurde das Publikum musikalisch zu einem Abend am See eingeladen. Das gefühlvolle rätoromanische Lied passte bestens in die beginnende Adventszeit. Der Musikverein freute sich über das gelungene Konzert, bedankte sich beim Dirigenten Markus Lutz sowie beim nimmermüden Präsidenten Daniel Forrer und wünschte dem Publikum eine schöne Adventszeit. (pd)