Musikschule Unterrheintal im Wandel

BERNECK. «Wunder und Wandel» so überschrieb der Präsident der Musikschule Oberrheintal Marcel Sieber gestern Abend in Berneck die 35 Mitgliederversammlung: Die Veränderungen führen zurzeit zu einem Rückgang der Schülerzahlen.

Max Pflüger
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Aus dem Vorstand verabschiedet wurden die Gemeindedelegierten (von links) Claudia Ritz, Diepoldsau, Judith Riedi, Berneck, und Susanne Schnider, Widnau. Ebenfalls zurück traten Pasquale Marciello, Heerbrugg, und Markus Seitz, Balgach. Sie waren gestern Abend jedoch nicht anwesend. (Bild: Max Pflüger)

Aus dem Vorstand verabschiedet wurden die Gemeindedelegierten (von links) Claudia Ritz, Diepoldsau, Judith Riedi, Berneck, und Susanne Schnider, Widnau. Ebenfalls zurück traten Pasquale Marciello, Heerbrugg, und Markus Seitz, Balgach. Sie waren gestern Abend jedoch nicht anwesend. (Bild: Max Pflüger)

BERNECK. Der Vorstand der Musikschule Unterrheintal ist zurzeit vom Wandel geprägt. Gleich 5 Delegierte der beteiligten Schulgemeinden mussten ersetzt werden. Kein Wahlgeschäft anlässlich der Mitgliederversammlung von gestern Abend im Schulhaus Stäpfli, Berneck, denn die Delegierten werden von ihren Schulgemeinden in den Vorstand entsandt.

Wandel im Vorstand

Aus dem Vorstand traten nach 12 Jahren Mitarbeit Susanne Schnider, Widnau, und Judith Riedi, Berneck, zurück. 8 Jahre im Amt war Pasquale Marciello, Heerbrugg. Nach 4 Jahren demissionierten Claudia Ritz, Diepoldsau, und Markus Seitz, Balgach. Ihnen dankte Präsident Marcel Sieber herzlich für die gute Zusammenarbeit.

Neu als Gemeindevertreter wurden Anna Sanseverino Büchel, Balgach, Dominique Baumgartner, Diepoldsau, Karin Gresser Tüscher, Widnau und Marcel Weber, Berneck in den Vorstand delegiert. Mit dem Zusammenschluss der beiden Primarschulen Au und Heerbrugg verringert sich die Zahl der Schulträger. Die neu gegründete Primarschulgemeinde Au-Heerbrugg wird im Vorstand von Bettina Skala vertreten.

Von der Versammlung wiedergewählt wurden gestern Abend die freien Mitglieder Marianne Krause, Widnau, und Pina Frei, Balgach.

Ebenfalls einstimmig für eine weitere Amtsdauer von vier Jahren wiedergewählt wurde Präsident Marcel Sieber, Au.

Schülerzahlen rückläufig

Als Folge der zunehmenden Belastung der Mittel- und Oberstufenschüler, aber auch weil die Schülerzahlen allgemein rückläufig sind, verzeichnet die MSUR nach vielen Jahren steten Wachstums einen bedauerlichen Rückgang der Instrumentalschüler.

Der Rückgang führt zur Reduktion der Lektionen und damit verbunden zu schmerzhaften Pensenkürzungen. Die Schule hat im Laufe der letzten Jahre den Personalbestand reduziert, indem bei Mutationen auf Neuwahlen verzichtet wurde. Der Vorstand will jedoch weiterhin alles daran setzen, den verbleibenden Lehrpersonen angemessene Pensen anbieten zu können.

Blick zurück in Bild und Ton

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, sagt ein Sprichwort. Und für eine Musikschule dürfte wohl auch gelten: Eine Melodie sagt mehr als zehntausend Worte. In diesem Sinne blickte Schulleiter Karl Schwendener auf das verflossene Jahr mit Fotos, kurzen Videosequenzen und Konzertausschnitten auf das 35. Schuljahr MSUR zurück. Seine Impressionen streiften die Schülerkonzerte, die Auftritte der Lehrer, etwa im beliebten Konzertcafé in den Mobilwerke, zeigten Ausflüge und Wettbewerbe.

Ebenfalls einen Einblick ins abgelaufene Schuljahr bot das Ensemble «Klezmorim» unter der Leitung von Fritz Ostwald. Die vier Schülerinnen erinnerten mit ihren schwermütig-fröhlichen jiddischen Melodien an den Ensemble-Wettbewerb 2012, an dem sie einen ersten Preis gewonnen hatten und ernteten damit erneut viel Applaus.

Seit dem 15. Jahrhundert entwickelten Klezmorim genannte Volksmusikanten eine Tradition jüdischer Musik, die sich an religiösen Traditionen orientierte. Ihre Musik entwickelte sich weiter bis in die Gegenwart. Das Repertoire besteht vor allem aus Stücken zur Begleitung von Hochzeiten und anderen Festen.