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Musikschule Am Alten Rhein feiert

BUECHEN. Am Festakt zum 30-jährigen Bestehen erfuhr man von Gründungspräsidentin Ingrid Meier, wie die Institution zu dem wurde, was sie heute ist. Ein Anliegen bleibt ein gemeinsames Übungslokal.
Peter Beerli
Die ehemalige Sekretärin Hedy Küffner und Gründungspräsidentin Ingrid Meier im Gespräch mit der jetzigen Sekretärin Martina Keller (v. l.). (Bild: pd)

Die ehemalige Sekretärin Hedy Küffner und Gründungspräsidentin Ingrid Meier im Gespräch mit der jetzigen Sekretärin Martina Keller (v. l.). (Bild: pd)

Samantha Herzog, Livia Koller, Leoni Brauchle und Elias Wagner umrahmten den Festakt im evangelischen Kirchgemeindehaus. Sie beherrschen Klavier, Gitarre, Violine, Trompete und die menschliche Stimme virtuos. Zum Apéro spielte die Lehrerband auf. Sie alle bewiesen die Bedeutung der Musikschule. 35 Musiklehrkräfte unterrichten – laut dem Thaler Schulrat Thomas Schöb, dem Präsidenten der Musikschule – in 25 Übungslokalen 890 Schülerinnen und Schüler, doppelt so viele wie 1981.

Einst für Mönche und Adlige

Schulleiter Rainer Thiedes Referat galt dem Musikunterricht im Laufe der Jahrhunderte. Einst war dieser Klosterschülern und Adligen vorbehalten. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden in der Schweiz Konservatorien gegründet. Um 1920 eröffnete die deutsche Jugendbewegung Kindern den Zugang zur Musik. Dieser Bewegung gehörte Ingrid Meiers Vater an, der es seiner sechsjährigen Tochter noch vor dem Zweiten Weltkrieg ermöglichte, Violine spielen zu lernen. Aus der kleinen Geigerin wurde eine Schulrätin von St. Margrethen. Sie erkannte in den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts mit andern zusammen, wie wichtig es ist, auch Kindern aus nicht vermögendem Elternhaus Musikunterricht aus professioneller Hand zukommen zu lassen. Eine Kommission mit Vertretern von Schulräten und Lehrern aus St. Margrethen, Rheineck, Thal, Staad und Altenrhein traf Vorbereitungen und leistete in Behörden und Bevölkerung Überzeugungsarbeit, den Musikunterricht aller Schülerinnen und Schüler zu fördern. Nach sieben Jahren wurde 1981 die Musikschule Am Alten Rhein als Zweckverband gegründet. Was anfänglich für Kinder vom ersten bis neunten Schuljahr gedacht war, wurde inzwischen auch Erwachsenen geöffnet.

Erstaunliche Entwicklung

Ingrid Meier blieb zwanzig Jahre lang Präsidentin der Musikschule und spielt heute in einem deren Ensembles die Violine. Sie staunt, was aus den Anfängen geworden ist. Da wird nicht bloss Musikunterricht an Einzelne erteilt. Da werden auch Ensembles und Bands gebildet, welche zu Auftritten einladen und mit Musik- und Sportvereinen zusammenspannen. Das sei nur möglich, ist sie überzeugt, weil in Rainer Thiede sich ein innovativer Leiter voller Ideen einsetzt.

Er tut es, weil er überzeugt ist, dass aktives Musizieren auch zu Erfolgserlebnissen und rascher Entscheidungsfindung verhilft – und weil Musikschüler kaum je gesellschaftliche Probleme bereiten.

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