«Musikfrühling Heiden 2014»: Drei Konzerte

Die kommenden Monate sind geprägt durch den «Musikfrühling Heiden 2014»: Ein dreiteiliger Konzertzyklus, in dem jeweils ein Konzert in Grossbesetzung im Zentrum steht: Noldi Alders «Zäuerli trifft Klassik», Händels «Messias» in der Mozart-Fassung und das Oratorium «Erntefeier» von Heinrich von Herzogenberg.

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Morgen Samstag beginnt der «Musikfrühling Heiden 2014» mit Zäuerli und Klassik. (Bild: pd)

Morgen Samstag beginnt der «Musikfrühling Heiden 2014» mit Zäuerli und Klassik. (Bild: pd)

HEIDEN. Standing Ovations gab es im September 2012 in Teufen, als Noldi Alders «Märchen vom Appenzeller Zäuerli und dem klassischen Streichorchester» uraufgeführt wurde. Morgen Samstag wird es in der evangelischen Kirche in Heiden zum zweiten Mal aufgeführt (siehe Kasten).

Baron Gottfried van Swieten, ein grosser Verehrer barocker Musik, verlangte von Mozart, den «Messias» zu modernisieren, damit er in den Privatsalons des Wiener Adels aufgeführt werden konnte. Mozart begnügte sich nicht mit konventionellen Änderungen und Anpassungen an geschmackliche Trends – die innere Überzeugung war für ihn massgebend.

Wie meisterlich Mozart dies tat, kann am Karfreitag, 18. April, um 17 Uhr in der evangelischen Kirche erlebt werden. Mario Schwarz bringt mit seinen Collegium Cantorum St. Gallen und Collegium Musicum St. Gallen und vier namhaften Solisten den weltberühmten Händel-Messias in der Mozart-Form zu Gehör. Unter dem Stichwort «Tagblatt Plus» erhalten Abonnenten des Tagblatts und aller Regionalausgaben 40 Prozent Ermässigung bei www.ticketportal oder den Vorverkaufsstellen SBB-Schalter und Manor.

Ein Oratorium kehrt zurück

Am 2. Juli 1898 beendete Heinrich von Herzogenberg im Sommerhaus «Abendroth» in Heiden sein grösstes Werk, das zweistündige Oratorium «Ern- tefeier». Nun kehrt sein opus maximum an den Herzogenberg-Tagen 2014 (29. Mai bis 1. Juni) an den Ort seiner Entstehung zurück – mitsamt der lange verschollenen Original-Partitur, die die Mitglieder der Herzogenberg-Gesellschaft im vergangenen Herbst bei einer Aktion erwarben.

«Werden – Sein – Vergehen»

So könnte man das Werk überschreiben. Grosse Interpreten, so Klaus Mertens, Elisabeth Graf, Martina Rüpping, Daniel Sans, übernehmen das Solistenquartett; die Kantorei an der Schlosskirche Friedrichshafen und die Kammerphilharmonie Bodensee-Oberschwaben unter Sönke Wittnebel komplettieren das über 100-köpfige Ensemble.

Darüber hinaus wird eine Rei- he von Kammermusikkonzerten mit international bekannten Formationen, mit Lesungen und Vorträgen angeboten.

Einzelheiten und Tickets: Telefon 071 891 14 22; www.herzogenberg.ch; info@herzogenberg.ch