Musikalisches Frühlingserwachen

Mit einem bunten musikalischen Strauss aus klassischen und zeitgenössischen Werken begrüsste die Musikgesellschaft Konkordia Widnau im «Metropol»-Saal den Frühling. Die Musikantinnen und Musikanten durften dabei zeigen, wie hoch ihr Niveau derzeit ist.

Gerhard Huber
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WIDNAU. Vor voll besetztem Saal durften die Musikanten der MG Konkordia Widnau in einer konzertanten Aufführung zeigen, wie vielfältig und qualitativ hochstehend ihr Repertoire und ihr Können ist. Unter Dirigent Patrick Stump wurden unter anderem Stücke von Richard Wagner, Georges Bizet und Giacomo Puccini aufgeführt. Das schwierig zu interpretierende Programm sei ein Ausdruck des von der Konkordia eingeschlagenen dualen Wegs, erläuterte Präsident Siegfried Wiederkehr.

Konzertante Aufführungen und blasmusiktypische Unterhaltungsmusik sollen sich dabei ergänzen, so dass am Ende des Vereinsjahres jeder Musikant das Gefühl haben kann: Es ist ein tolles Jahr für jeden gewesen.

Frühlingsgerechte Komposition

Yannick Durot führte auf sehr angenehme Art und Weise durch den Abend, fachlich kompetent, informativ und mit viel Humor. Nach dem Marsch aus der Oper «Tannhäuser» von Richard Wagner, Wagner-typisch ein wuchtiges, lautes und kraftvolles Stück Musik, war ein zeitgenössisches aktuelles Werk für Blasorchester des bekannten Komponisten Jan van der Roost zu hören. «By the River» ist eine sehr schöne, frühlingsgerechte Komposition, im ersten Teil von geradezu pastoralem Charakter, die Landschaft einer ländlichen Industrieregion beschreibend. Darauf folgt dann ein dynamisches Allegro mit augenzwinkernden Anspielungen auf Leonard Bernstein. Das junge Blasorchester der MG Konkordia Widnau, der Altersdurchschnitt beträgt gerade einmal 38 Jahre, wird sich mit diesem Werk an den Kreismusiktagen 2013 in Berneck der Bewertung in der ersten Stärkeklasse stellen. Entsprechend gut und die verschiedenen Stimmungen der Komposition wunderbar interpretierend war die Intonation dieses Stückes.

Fröhlich und rasant

Ein weiteres Highlight des Abends dann zweifelsohne die Arie «Nessun Dorma» aus Giacomo Puccinis Oper «Turandot», bekannt als klassischer Gassenhauer in den Interpretationen von Luciano Pavarotti und Paul Potts. Eine Arie in einem Blasmusikkonzert? Tatsächlich übernahm den Part des Tenors das Euphonium, ein tief klingendes Bügelhorn, das von Paul Nüesch hervorragend gespielt wurde. Eine originelle Idee – künstlerisch adäquat umgesetzt. Mit einem der fröhlichsten und rasantesten Werke der Musikgeschichte, mit Shostakovichs «Galop from Moscow, Cheryomushki», das voller Energie und Freude vorgetragen wurde, wurden die hoch zufriedenen Besucher in einen hoffentlich bald kommenden Frühling entlassen.

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