Musikalisches aus Irland

In der evangelischen Kirche präsentierte der Wolfhaldener Kulturverein «kukikk» am Sonntag unter dem Titel «I am of Ireland» ein stimmungsvolles Konzert mit alten und neuen Werken von der grünen Insel.

Max Pflüger
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WOLFHALDEN. Mit dem Konzert «I am of Ireland» gelang es dem Organisationsteam unter der Führung von Pfarrer Andreas Ennulat erneut, ein besonderes kulturelles Erlebnis ins Vorderland zu holen. Im Mittelpunkt des Programms mit alten und neuen Werken von der grünen Insel stand die aus Irland stammende, stimmgewaltige Mezzosopranistin Aylish Kerrigan. Neben gefühlvollen Liebesliedern erfreute sie die Zuhörer auch mit den munteren Tanzliedern der beschwingten Dublin Street Ballads. Auf der Harfe begleitet wurde sie von Ulrike Neubacher, die auch solistisch sowie im Duett mit dem Flötisten Ulrich Stahlknecht begeisterte.

Liebes- und andere Geschichten

Die gewaltige Stimme der irischen Sängerin Aylish Kerrigan kam im akustisch hervorragenden, vor einigen Jahren schlicht, aber wirkungsvoll renovierten Kirchenschiff gut zur Geltung. Auch die feineren Passagen in den romantisch-melancholischen Liebesliedern und geistlichen Gesängen kamen im Publikum gut an.

Viel zur Unterhaltung trugen die Zusammenfassungen und Inhaltsangaben zu den Liedern bei, die Aylish Kerrigan zum besseren Verständnis der in irischen Dialekten gesungenen Texte gab. Besonders natürlich die witzigen Geschichten der Dublin Street Ballads: So zum Beispiel vom Mädchen, das den Milchkrug zerbrach und mit einem Kuss getröstet wurde. Seither sollen die Mädchen alle Milchkrüge im Dorf zerbrochen haben. Oder von Finnegan, der sich bei einem Sturz tödlich verletzt hatte. Man stellte der Leiche Whisky und Porter-Bier ans Kopf- und Fuss- ende und feierte die Beerdigung mit Reden und Saufen. In einer Schlägerei ergoss sich dann der Whisky über die Leiche: Der starke Geist erweckte Finnegan zu neuem Leben.

Mit feiner Mimik und sparsam eingesetzter, aber überzeugender Gestik trug die Sängerin die humorvollen Ballads vor und liess das Publikum schmunzeln.

Instrumentale Perlen

Mit instrumentalen Perlen als Solo auf der Harfe oder im Duett mit der Flöte bereicherten Ulrike Neubacher und Ulrich Stahlknecht das Konzert.

Die Harfenistin liess ihre Finger flink über die Saiten tanzen, temperamentvoll und ausdrucksstark wie die weltbekannten, steppenden Irish Dancers. Und brillant unterhielten sich Flöte und Harfe im Zwiegespräch der beiden Irish Jigs als Finale nach den abwechslungsreichen und musikalisch virtuosen rund fünfviertel Stunden des Sommerabendkonzerts.