«Musik kann glücklich machen»

Keiner der Stars drückte für Nina den Knopf. Weder Marc Sway noch Stress, weder Stefanie Heinzmann noch Philipp Fankhauser. «The Voice of Switzerland» war für die Diepoldsauerin ein kurzes Abenteuer, aber «voll cool», trotz der nervlichen Belastung.

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Nina Hoch: Sängerin, Fussballerin. (Bild: Gert Bruderer)

Nina Hoch: Sängerin, Fussballerin. (Bild: Gert Bruderer)

Keiner der Stars drückte für Nina den Knopf. Weder Marc Sway noch Stress, weder Stefanie Heinzmann noch Philipp Fankhauser. «The Voice of Switzerland» war für die Diepoldsauerin ein kurzes Abenteuer, aber «voll cool», trotz der nervlichen Belastung.

Nina Hoch wäre gerne die «Stimme der Schweiz» geworden. In zwei Castings hatte sie Erfolg, dann kam die Samstagabend-Sendung – und das Aus. «Ich war zuerst enttäuscht und dann erleichtert», sagt die 19-Jährige.

Den Satz diktiert ihr die Vernunft. Der Lehrabschluss steht nämlich kurz bevor, und Live-Shows hätten Nina bei der Prüfungsvorbereitung eingeschränkt. Sie ist als Feinwerkoptikerin tätig, und beim Frauen-FC Widnau spielt sie Fussball, seit sechs Jahren schon, im Mittelfeld.

Die Kamera vor dem Gesicht, das war für Nina ungewohnt. Nervosität hingegen ist der Sängerin vertraut, gehört dazu. Denn sie «gibt Energie, mehr Power in der Stimme». Nina würde etwa fehlen, bliebe sie vor einem Auftritt ruhig.

Mit Yves Störi, ebenfalls ein Diepoldsauer, tritt sie öfter auf. Sie singt, er spielt Gitarre, Saxophon, Klavier, auch Mundharmonika. Die beiden wollen künftig öfter auf der Bühne stehen, die Musik soll ihren hohen Stellenwert behalten.

Zu sechst nach Zürich

Grosse Hallen schrecken Nina ab. Sie mag den kleinen Rahmen, das Persönliche. Die Melodie sei wichtig, sicher, aber wichtiger als ein bestimmter Song sei ihr die Stimme. Ellie Goulding oder Jessie J – von ihnen ist die Diepoldsauerin begeistert. Mehr noch: «Was ich höre, kann mich richtig glücklich machen.»

Zu sechst war man nach Zürich gefahren. Der kleinen Fangemeinde gehörten die Mutter, Schwester Lea, die Cousine und die zwei besten Kolleginnen an. Sie drückten hoffnungsfroh die Daumen. Als Ninas vorgegebene 90 Sekunden vorbei waren und keiner der vier berühmten Coachs für sie den Knopf gedrückt hatte, waren die Begleiterinnen – «erst einmal geschockt», sagt Nina. Dann enttäuscht. Dann hätten sie sie aufgemuntert. Jetzt lacht Nina Hoch: «Sie waren schliesslich dazu da, mich aufzuheitern oder sich mit mir zu freuen.»

«Nothing is real but Love» von Rebecca Ferguson ist das Lied, mit dem Nina Hoch weiterzukommen versucht hatte. Dass es ihr nicht gelang, betrübt sie nicht. Die Welt, erklärt sie, sei für sie in Ordnung. Und sie freut sich schon auf ihren nächsten Auftritt, auch wenn dieser nicht in Zürich oder sonstwo sein wird, sondern im St. Galler Rheintal. (gb)

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