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MOUNTAINBIKE: Zwei Brüder auf dem Weg nach oben

Gleiches Hobby, gleiche Ziele, gleiche Eltern: Robin und Dave Spiess gehören zu den Schweizer Nachwuchshoffnungen im Mountainbike. Die Gebrüder aus Kriessern unterstützen sich dabei, wo es nur geht – so auch am Thaler Bikerennen.
Lukas Würmli
Blindtext Blindtext Blind Blind Blindtext Blindtext (Bild: Lukas Würmli)

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Lukas Würmli

«Maschine!» Die Worte von Robin Spiess im Zielraum des Thaler Bikerennens sind kurz und treffend zugleich. Stolz gratuliert er seinem jüngeren Bruder Dave zu dessen Sieg in der Kategorie Junioren. Dieser stand nie wirklich in Gefahr. Schon am Ende der ersten Runde tauchte Dave Spiess eine halbe Minute vor seinen Konkurrenten in den letzten Kurven der Abfahrt auf.

Kontinuierlich baute er in der Folge seinen Vorsprung aus, genau so wie er sich das vor dem Rennen vorgestellt hatte. Seinem Bruder wollte er zu Beginn folgen und so seine Gegner distanzieren, um danach in aller Ruhe seinen eigenen Rhythmus durch­zuziehen. «Der Plan ist perfekt aufgegangen, ich bin sehr zufrieden», sagte der 17-Jährige nach dem Rennen.

Rheintaler Dominanz beim Rheintaler Rennen

Seinem Bruder zu Beginn nachzufahren, ist für Dave Spiess nicht Aussergewöhnliches – und bei Weitem auch nichts Verwerfliches. Robin Spiess fährt in der höheren Kategorie U23, und auch er gilt als grosses Talent.

«Ich bin momentan noch der bessere Fahrer von uns beiden», sagt Robin Spiess vor dem Rennen. Sein Bruder pflichtet ihm bei: «Die zwei Jahre Altersunterschied und die bessere Technik machen noch den Unterschied aus», so der Jüngere. Spätestens wenn in drei Jahren beide gemeinsam in der U23 an den Start gehen, soll dies aber nicht mehr so sein, fügt er mit einem verschmitzten Lächeln an.

Am Bikerennen in Thal sind die Hierarchien zwischen den Brüdern geregelt, und tatsächlich erreicht Robin das Ziel schliesslich auch zwei Minuten vor Dave. Das bedeutet für den angehenden Konstrukteur zwar nur Rang drei in der Kategorie Herren, doch auch der 19-Jährige zeigt sich zufrieden. Einzig ein Fehler zu Beginn der zweiten Runde stört ihn: «Ich war an den beiden Führenden dran, machte dann aber einen Fahrfehler und musste kurz absteigen. Dadurch habe ich den Anschluss verloren», sagt er nach dem Rennen.

Vorneweg fuhren mit Noah Blöchlinger aus Heiden und dem Rheinecker Simon Vitzthum zwei weitere Rheintaler. Kopf an Kopf absolvierten sie die ersten fünf Runden, bevor in der letzten Abfahrt nach einem Sturz von Spiess’ Teamkollege Vitzthum die Entscheidung zu Gunsten Blöchlingers fiel. Die Stärke der Einheimischen zeigte sich auch beim Frauenrennen, das von der Thalerin Eliane Müggler vor zwei Altstätterinnen gewonnen wurde.

Der omnipräsente Trainingspartner

Mit zwei Podestplätzen geht für die Brüder Spiess am zweiten Rennen des Bike Cups ein weiterer gemeinsamer Renntag zu En­de. Seit die beiden 2011 in Walzenhausen gemeinsam ihr erstes Rennen bestritten und somit die Leidenschaft ihres Vaters weiterführten, touren sie als Familie durch die Saison. Zwar können Robin und Dave Spiess momentan noch nicht voll auf die Karte Sport setzen, da sie beide eine berufliche Ausbildung, teils mit zusätzlicher BMS, absolvieren. Doch der Traum des Profi-Daseins ist präsent. «Ich möchte aus der U23 alles rausholen und nach der Lehre noch mehr Fokus auf den Sport setzen, damit es mit dem Sprung zur Elite klappt», so Robin. «Wir pushen uns gegenseitig zu immer besseren Leistungen und profitieren natürlich davon, dass wir immer einen Trainingspartner in der Nähe haben», fügt sein jüngerer Bruder an.

«Heute Abend feiern wir mit Kollegen»

Wohin dies führen kann, haben sie mit zwei sechsten Plätzen am Swiss Cup in Schaan vor Wochenfrist eindrücklich gezeigt. Da schnupperten sie auf nationaler Ebene an Podestplätzen. Das ist auch am nächsten Swiss Cup in Solothurn in einer Woche ihr Ziel.

Zuerst sollen aber die Erfolge in Thal gefeiert werden – und bei aller sportlichen Abgeklärtheit drückt auch wieder etwas Jugendsinn hervor: «Analysiert wird das Rennen dann morgen. Heute Abend sind unsere Eltern nicht zu Hause, und das feiern wir mit einem gemütlichen Abend mit Kollegen», sagt Dave. Vielleicht stösst er dann auch darauf an, dass er in der Schlussrunde sogar schneller war als sein älterer Bruder.

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