MOUNTAINBIKE: Top 10 knapp verpasst

Der 27-jährige Rheintaler Thomas Litscher ist am stark besetzten Trofeo Montichiari (Italien) Elfter geworden. Im Frauenrennen fuhr Jolanda Neff auf Rang acht.

Yves Solenthaler
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Thomas Litscher fühlt sich auf seiner neuen Felt-Rennmaschine wohl. (Bild: Yves Solenthaler)

Thomas Litscher fühlt sich auf seiner neuen Felt-Rennmaschine wohl. (Bild: Yves Solenthaler)

Yves Solenthaler

Bis zum ersten Weltcuprennen in Nove Mesto (Tschechien), dem eigentlichen Saisonstart der weltbesten Mountainbiker, dauert es noch sieben Wochen. Dennoch stehen viele Cross-Country-Cracks seit Wochen im Renneinsatz. Am kommenden Wochenende folgt der Startschuss zum Swiss Bike Cup in Rivera TI, wo auch wieder einige der Besten am Start stehen werden.

Ebenfalls schon oft im Rennrhythmus unterwegs ist der in Rheineck wohnende Thaler Thomas Litscher (jb-Brunex Felt). Nach einer dreiwöchigen Rennpause geht es für ihn in den kommenden Wochen darum, sich den letzten Schliff für die Weltcuprennen zu verpassen. In Montichiari, in der norditalienischen Provinz Brescia, war er mit seinem Renneinsatz sehr zufrieden: «Ein gutes Resultat, auf dem ich weiter aufbauen kann.»

Zehn Aufstiege pro Runde auf dem Hügel

«Es war ein spektakuläres Rennen, fast ohne Erholungsphasen», berichtet der Thaler. Der Kurs verlief am Hügel, auf dem das berühmte Castello Bonoris steht. «Dadurch, dass ein Hügel zu befahren war, gab es viele kurze, aber wirklich steile Aufstiege», berichtet Litscher. Ungefähr zehn Mal sei es pro Runde aufwärts gegangen, sechs Mal hatten die Elite-Fahrer diesen Parcours zu befahren. Das Rennen, das überraschend vom Schweizer Olympiateilnehmer Lars Forster vor dem Franzosen Maxime Marotte und dem Italiener Marco Aurelio Fontana gewonnen wurde, wies eine (fast) weltcupwürdige Besetzung auf. Litscher fuhr von Anfang bis am Ende im Bereich knapp hinter den Top 10, Zehnter wurde Routinier Florian Vogel. Hinter Litscher rangierten unter anderem Lukas Flückiger (14.), Fabian Giger (19.) oder Reto Indergand (21.). Retos Schwester Linda Indergand dominierte das Rennen der Frauen mit über drei Minuten Vorsprung auf Landsfrau Alessandra Keller und die norwegische Altmeisterin Gunn-Rita Dahle Flesjaa.

Linda Indergand dominiert bei den Frauen

Ungewöhnlich gross war der Rückstand der 24-jährigen Thalerin Jolanda Neff, die neu im ­polnischen Kross-Team fährt. Sie verlor fast sechseinhalb Minuten auf Indergand und erreichte den Rang acht. Schlecht lief das Rennen für ihre Teamleaderin Maja Wloszczowska. Die zweifache ­Silbermedaillengewinnerin an Olympischen Spielen stürzte und musste zur Untersuchung ins Spital. Wenig später gab sie aber Entwarnung: «Nichts gebrochen.»