Mountainbike
Thomas Litscher fährt zum Finale aufs Podest – und auch der Nachwuchs erzielte gute Saisonresultate

Ein versöhnlicher Abschluss der Saison – oder gar der Karriere? – für den Thaler in Schaan. Sirin Städler (U17) wird Gesamtdritte im Swiss Cup.

Andrea Kobler
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Thomas Litscher (rechts) und Sieger Luca Schwarzbauer während der Fahrt aufs Podest. Ob der WM-Dritte von 2017 nächste Saison weiterfährt, entscheidet sich in den kommenden Wochen.

Thomas Litscher (rechts) und Sieger Luca Schwarzbauer während der Fahrt aufs Podest. Ob der WM-Dritte von 2017 nächste Saison weiterfährt, entscheidet sich in den kommenden Wochen.

Bilder: pd

Thomas Litscher sprach nur wenige Minuten nach dem Ende des Eliterennens am Swiss Bike Cup in Schaan über einen harten Fight unter starken Cracks und einem Parcours mit vielen kräftezehrenden Steigungen. Was aber überwiege, sei die Freude, dank eines regionalen Organisators ein Rennen in der Region fahren zu können.

Nach einem guten Saisonstart hatte der 32-jährige Unterrheintaler ab Mitte der Saison mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Jetzt fühlt er sich gut erholt und wieder fit. Noch offen aber ist die Zukunft: «Ich weiss nicht, ob ich nächstes Jahr noch Leistungssport betreiben werde.» Entscheidend wird sein, ob der Weltmeisterschaftsdritte von 2017 in den nächsten Wochen ein neues Team finden wird.

Umso schöner war die Tatsache, dass er in Schaan als Dritter nochmals aufs Podest steigen konnte. Gewonnen wurde das Rennen vom Deutschen Luca Schwarzbauer. Andri Frischknecht setzte sich in der Schlussrunde von der Verfolgergruppe ab und fuhr auf den zweiten Rang und damit zum Sieg in der Gesamtwertung

Sirin Städler und Micha Alder, beide vom VC Altstätten, blicken auf eine konstant gute erste Saison in der Kategorie U17 zurück. Sirin Städler wurde sogar Europameisterin.

Sirin Städler und Micha Alder, beide vom VC Altstätten, blicken auf eine konstant gute erste Saison in der Kategorie U17 zurück. Sirin Städler wurde sogar Europameisterin.

Eliane Müggler Neunte in der Jahreswertung

Bei den Elite-Frauen dominierte die Urnerin Linda Indergand. Die Olympiadritte konnte nochmals ihre Bestleistung abrufen und in souveräner Manier den Tagessieg – den ersten in der Elite – feiern. Sie sicherte sich damit auch Rang eins in der Gesamtwertung und krönte eine grandiose Saison. Eliane Müggler vom RV Altenrhein erzielte in Schaan mit Rang 18 ihr zweitbestes Saisonresultat und durfte damit bei der Rangverkündigung der Jahreswertung als Neunte aufs Podium.

Sirin Städler auf dem Podest in der Jahreswertung

Mit Spannung wurde am Samstag das Rennen der U17 erwartet. Die bald 15-jährige Sirin Städler aus Hinterforst startete im Leadertrikot ins Rennen. Es zeigte sich aber schnell, dass die Strecke nicht auf sie zugeschnitten war. Dennoch war sie mit dem siebten Rang zufrieden: «Ich hatte eine sehr gute Saison mit dem Europameistertitel und vielen weiteren tollen Ergebnissen. Ich bin stolz auf das Geleistete.» Schliesslich stieg sie auch in Schaan aufs Podest – als Dritte der Gesamtwertung.

Der Altstätter Micha Alder, ebenfalls in der U17 fahrend, startete gut und blieb an den Top5 dran. Er musste zwischenzeitlich abreissen lassen, konnte aber gegen Ende des Rennens nochmals aufholen und feierte mit dem vierten Rang sein Saisonbestergebnis im Cross Country. Über die gesamte Saison fuhr der EM-Siebte sehr konstant und klassierte sich immer in den Top8, was ihm den vierten Rang in der Gesamtwertung einbrachte. Die nächste Saison werden die Athletin und der Athlet des VC Altstätten im älteren Jahrgang der U17 bestreiten können.

Rheintaler Podestplätze in der Kategorie Fun Männer

In der U15 belegte Maximilian Heule (VC Altstätten) Rang zehn. Bei der Kategorie Fun Männer stiegen mit Remo Müggler (2.) und Hannes Gruler (3.) zwei Fahrer des RV Altenrhein aufs Podest.

Ebenfalls Zweiter wurde René Lenherr (RV Altenrhein) bei den Fun Masters. In derselben Kategorie wagte der gebürtige Altstätter René Hutter ein zwischenzeitliches Comeback und wurde Vierter. Bei den Fun Senioren I fuhr der Oberrieter Markus Walt auf Rang fünf.

Gute Stimmung am ersten Saisonfinal in Schaan

Der RV Schaan war zum siebten Mal Ausrichter eines Rennens des Swiss Bike Cups, zum ersten Mal war der Saisonfinal in Liechtenstein. Der Parcours wurde durch die neue Streckenführung aufgewertet und erhielt gute Resonanz. Gut war auch die Stimmung unter den 600 Fahrern, am Streckenrand, unter dem Organisationskomitee und den Helfern. Die zahlreichen Zuschauer folgten den Bike-Spezialisten mit grossem Interesse – speziell beim spektakulären Ziel-Sprung.

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