MOUNTAINBIKE: Rheintaler Ultrabiker vorne dabei

Mit einer über 30 Leute starken Belegschaft reisten die Rheintaler gemeinsam nach Davos, um sich beim 24-Stunden-Rennen ihre Lorbeeren zu verdienen. Die Rheintaler Ultrabiker holten insgesamt fünf Siege und zweimal wurden sie Zweite.

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MOUNTAINBIKE. Mit sechs Teams in verschiedenen Kategorien traten die Rheintaler Biker und Bikerinnen gegen namhafte Konkurrenz aus ganz Europa an.

Zahlreiche Podestplätze

Den Auftakt machten die Kids, die in einer Stafette zu viert ein Rennen über zwei Stunden absolvierten. Luca und Nico Schukraft, Sirin Städler und Lerino Loher dominierten ihre Mitstreiter und beendeten das Rennen mit vier Runden Vorsprung und den schnellsten Rennrunden bei den Mädchen, wie auch bei den Knaben. Über die gleiche Distanz belegte das Team mit Aiyana Loher, Noe Dürr, Sandro Städler und Kento Girardelli den hervorragenden zweiten Rang.

Pünktlich um 14 Uhr, zum Start des 24-Stunden-Rennens öffnete Petrus alle seine Schleusen. Trotzdem schossen die Athleten, die das Rennen über sechs, respektive zweimal sechs Stunden absolvierten, los, wie bei einem Sprintrennen. Darunter waren auch Robin Spiess und Nico Zünd, die nach vollendeten sechs Stunden mit den meisten Runden zuoberst auf dem Podest standen. Das Rookie Team mit der Besetzung Roman Bister, Lukas Brandenburg, Diego Tomasini und Dave Spiess landete auf dem zweiten Rang.

Harte Bedingungen

Als am Abend um 20 Uhr die Zwischenstände abgerechnet wurden, sah es für die Rheintaler Teams sehr vielversprechend aus. Sandro Schober, Andi Zünd, Kurt Lüchinger und Patrik Girardelli führten die Wertung der Vierer-Teams über 24 Stunden an, Patrik Steiger, Anita Klaiber, Andi Wüst und Simon Städler, ebenfalls bei den Vierer-Teams über zweimal sechs Stunden. Andi Zünd hielt lange sogar die schnellste Rennrunde. Das Wetter am Fuss des Sertigtals spielte während der ersten Hälfte des Rennens total verrückt, immer wieder prasselte heftiger Regen auf die Teilnehmer nieder. Die Mechaniker hatten alle Hände voll zu tun, Bikewäsche, Kabel wechseln, Ketten reinigen und schmieren, Bremsbeläge austauschen. Alles klappte wie am Schnürchen, nicht zuletzt wegen der tollen Leistung der Küchenmannschaft und ab und zu einem Bierchen zum Spülen.

Nacht der Dramen

In der Nacht endete der Regen und eine sternenklare aber kalte Nacht brach herein. Während die Teams mit acht Fahrern ihre Rundenzeiten weiter hoch hielten, quälten sich die Singlefahrer wie in Trance dem Morgen entgegen. Dabei spielten sich viele kleine Dramen ab, wie jenes vom Deutschen Andreas Schmelzer. Sein Team hat die Zelte neben denen der Rheintaler aufgeschlagen. Schmelzer leidet an MS und fuhr vor zehn Jahren mit dem Rollstuhl statt mit dem Bike. Bei Sonnenaufgang plagten ihn unerträgliche Schmerzen und Krämpfe im Rücken und Beinen. Dank der Unterstützung von der Rheintaler Masseurin und den Mechanikern und seinem fast übermenschlichen Durchhaltewillen, konnte er dann das Rennen fortsetzten und auf Rang drei beenden. Die Rheintaler überstanden auch die schwierigen Stunden fast problemlos. Das gesamte Helfer-Team war so gut aufgestellt und organisiert, dass es den Fahrern ein Wohlfühlprogramm bereitstellen konnte. Es konnte sogar einem weiteren Singlefahrer, Marcel Knaus vom Heerbrugger BSK-Graf Team technischen Support leisten. Am Sonntag um 14 Uhr winkte die langersehnte Zielflagge. Nach 40 Runden, 480 absolvierten Kilometern und 18 000 Höhenmetern stand das Ostschweiz Druck Stevens Bike Team bei den Vierer-Teams zuoberst auf dem Podest. Das Vierer-Team, welches die zweimal mal sechs Stunden fuhr, siegte ebenfalls. Marcel Knaus konnte sich als Solofahrer nach 24 Stunden, 372 Kilometern und 13 950 Höhenmetern sogar zum Europameister bei den Masters feiern lassen. Am Ende des Tages resultierten für die Rheintaler Ultrabiker insgesamt fünf Siege, zwei zweite Plätze und darunter die Freude über den Sieg von Marcel Knaus und seinen Titel zum Europameister. (pd)

Der VC Altstätten und das Ostschweiz Druck Stevens Bike Team brillierten. Dabei zeigten die Kids vor, hier Lerino Loher (r.) wie man es macht. (Bilder: pd)

Der VC Altstätten und das Ostschweiz Druck Stevens Bike Team brillierten. Dabei zeigten die Kids vor, hier Lerino Loher (r.) wie man es macht. (Bilder: pd)