MOUNTAINBIKE: Erlittene Weltranglistenpunkte

Am Swiss Epic im Wallis holt Jolanda Neff die Weltranglistenposition 1 zurück und Thomas Litscher begleitet eine Bike-Legende bei dessen Abschied.

Yves Solenthaler, Verbier
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Sieg in allen fünf Etappen sowie dem Prolog: Jolanda Neff (links) und Alessandra Keller dominieren das Swiss Epic. (Bild: Yves Solenthaler)

Sieg in allen fünf Etappen sowie dem Prolog: Jolanda Neff (links) und Alessandra Keller dominieren das Swiss Epic. (Bild: Yves Solenthaler)

360 Kilometer und 12 500 Höhenmeter bewältigten die Fahrerinnen und Fahrer des Swiss Epic in Zermatt, Leukerbad und Verbier. Selbst das schnellste Männer-Team – Lukas Flückiger/Reto Indergand – war an sechs Tagen 16:40 Stunden im Sattel.

Bei den Frauen siegten die Thalerin Jolanda Neff und Alessandra Keller. Das Stöckli-Duo gewann alle fünf Etappen sowie den Prolog. Ihr Vorsprung auf die zweitplatzierten Ariane Kleinhans und Corina Gantenbein betrug am Ende 50 Minuten.

Neff war schon Ende 2014 und 2015 Welt-Nr. 1

Dank den UCI-Punkten für den überlegenen Swiss-Epic-Sieg holt sich Jolanda Neff den ersten Platz in der Weltrangliste zurück – trotz Olympia- und WM-Enttäuschung ist sie zum dritten Mal nacheinander am Jahresende die gemäss Weltrangliste beste Mountainbikerin des Globusses.

Auch Thomas Litscher kämpfte sich in seinem letzten Rennen für Multivan-Merida in der Weltrangliste ein paar Positionen nach vorn. Zusammen mit dem Spanier José-Antonio Hermida, der als Cross-Country-Fahrer zurücktritt, belegte er am Swiss Epic den fünften Gesamtrang. Nachdem der Rheinecker bereits mit einer konstanten Weltcup-Saison einige Positionen gutgemacht hatte, verbessert er sich auf ungefähr Position 30.

Nach diesem epischen Leiden im Wallis haben sich die Biker das Saisonende redlich verdient. Doch gerade für Litscher heisst das Motto: Nach der Saison ist vor der Saison. Er muss nach dem Rückzug seines bisherigen Arbeitgebers ein neues Team suchen.

Thomas Litscher fuhr mit José-Antonio Hermida auf Platz 5.

Thomas Litscher fuhr mit José-Antonio Hermida auf Platz 5.