MOTORRAD: Schmitter hatte keine Flossen dabei

Am sechsten Rennwochenende der Superbike-WM in Sepang (Malaysia) wurde Dominic Schmitter im zweiten Rennen vom Regen gestoppt, nachdem er im ersten noch im Trockenen nahe an die Punkteränge gefahren ist.

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Weil es im Training bei allerdings sehr hoher Luftfeuchtigkeit noch nicht geregnet hatte, konnten Dominic Schmitter und sein Team kein Regen-Set-up entwickeln. (Bild: pd)

Weil es im Training bei allerdings sehr hoher Luftfeuchtigkeit noch nicht geregnet hatte, konnten Dominic Schmitter und sein Team kein Regen-Set-up entwickeln. (Bild: pd)

MOTORRAD. Das enttäuschende Qualifying – nur Platz 21 – war nach dem ersten Rennen weit weg: Schmitter fuhr auf den 16. Platz. Vor allem die Anfangsphase des Rennens hatte ihm Mut gemacht, weil er mit den vor ihm gestarteten Konkurrenten mithalten konnte.

Nahe an den Punkterängen

In der zweiten Hälfte fühlte sich der 21-jährige Altstätter auf seiner Kawasaki dann nicht mehr so komfortabel: «Unser Reifenverschleiss war ungewöhnlich gross. Ich hatte immer weniger Grip.» Dennoch zog er ein positives Fazit: «Wenn die Reifen im Rennen vom Sonntag länger halten, kann ich in die Punkteränge fahren.»

Die Aufwärmrunde bestätigte den Rheintaler nochmals. Doch dann kam das, wofür der Circuit in Malaysia gefürchtet ist: Es begann zu regnen. Nicht etwa ein kleiner Platzregen, sondern ein Monsun ergoss sich auf die Strecke. Schlechtes Timing – das offenbar auch die Veranstalter überrumpelte. Denn in dem Moment, in dem der Regen am stärksten war, wurden die Fahrer auf die Einführungsrunde geschickt. Klatschnass kehrten sie – zum Glück vollzählig – in die Boxen zurück. Und warteten dort erst mal, bis sich die dunklen Wolken verzogen.

Mit Verspätung, aber auf immer noch nasser Strecke, begann das Rennen. Und dabei zeigte sich, dass Schmitter im Regen nicht zurechtkam: «Der Start ist mir gelungen. Aber danach hatte ich grosse Probleme mit dem Handling des Bikes. Ich war ständig in Sturzgefahr, sogar auf der Geraden. Wir haben uns beim Regen-Set-up leider vertan. Mehr als Platz 19 war nicht drin.»

Fortschritte im Trockenen

Mit einiger Distanz konnte sich Schmitter darüber freuen, dass er und das Team Grillini-Kawasaki zumindest im Trockenen die Fortschritte des letzten Rennwochenendes bestätigten: «Im Regen benötigte ich einfach Training, um die Balance zu finden.» Solange es aber nur im Rennen nass ist, gibt es das nicht.

Regen-Training in England?

Möglicherweise erhält Dominic Schmitter beim nächsten Rennen ein paar Regen-Kilometer. Denn die nächste Strecke – Donington – ist aufgrund ihrer Lage in England ebenfalls regenanfällig. (ys)