MOTOCROSS: Saisonstart mit Podestplatz für Michelle Zünd

Am Wochenende fand in Wohlen der Saisonauftakt für die KTM-Team-Städler-Fahrer statt. Mit einigen Top-Ten-Plätzen und einem Podestplatz gelang der Auftakt nach Mass. Michelle Zünd überzeugte dabei vor allem am Sonntag mit ihrem ersten Laufsieg.

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Michelle Zünd verpasst den Tagessieg um einen Punkt. (Bild: pd)

Michelle Zünd verpasst den Tagessieg um einen Punkt. (Bild: pd)

Die Traditionsveranstaltung in Wohlen durfte dieses Jahr 12000 Zuschauer begrüssen. Das Wetter war für Zuschauer und Fahrer optimal und es gab viele spannende Rennen. Bereits am Samstag waren die Fahrerinnen des Swiss MX Ladies Cup am Start. Über 30 Fahrerinnen aus der ganzen Schweiz massen sich. Bereits im Zeittraining sah man, dass diese Gruppe eng zusammengerückt war. Zwischen Rang fünf und elf lagen gerade mal 0.5 Sekunden Unterschied. Mittendrin waren auch die Zündschwestern.

Der Start war entscheidend

Entscheidend für ein gutes Abschneiden war damit der Start. Michelle Zünd erwischte ihn und kämpfte rundenlang in ihrer Gruppe um Rang vier – wurde am Schluss Siebte. Katja Zünd kam nicht so gut mit der gewässerten und planierten Strecke zurecht – Rang 13. Nina Zünd wurde Fünfte. Lauf zwei gelang dann Katja Zünd am besten – sie konnte aber die vor ihr liegende Pilotin über mehrere Runden nicht überholen. Trotzdem gab es mit Rang elf eine Steigerung.

Dies reichte für Platz dreizehn in der Tageswertung, wobei die Fahrerinnen auch hier sehr eng zusammenlagen. Michelle Zünd musste nach einem schlechten Start sowie einem kleinen Sturz mit Rang dreizehn vorlieb nehmen. Damit verschenkte sie eine bessere Tageswertung und wurde Zwölfte. Nina steigerte sich auf Rang 14, was gleichzeitig der Platz im Tagesklassement war.

Auch die Jungs starteten am Samstag in ihre Saison. Raphael Wirth legte ein vielversprechendes Zeittraining bei den National MX1 hin. Nach Stürzen bereits am Start musste er sich jedoch in den Rennen mit einem 38. Rang begnügen. Das Zeittraining zeigte aber, dass deutlich mehr drinliegen würde. Auch Luca Wirth zeigte mit Rang sechs in der National MX2-Klasse ein Top-Zeittraining. Nach seinem Aufstieg muss er Erfahrungen in dieser hart umkämpften Klasse sammeln. Nach einem Sturz in Lauf eins und Rang 17 durfte er sich aber bereits in Lauf zwei über Rang fünf freuen. Damit konnte er als Neunter im Tagesklassement in die Top Ten vorstossen. Bei den Senioren mit 30 Startenden stand Andy Wirth am Start, der zwei starke Läufe auf Rang zwölf (Tageswertung 11.) abschloss.

Am Sonntag waren die Frauen nochmals am Start. Sie wollten die SAM-Ladies-Rennen als Training nutzen. Dabei waren auch fünf andere Konkurrentinnen, die am Samstag in die Top Ten fuhren. Die Überraschung war dabei Michelle Zünd.

Laufsieg für Michelle Zünd

Nachdem sie sich über die verpasste Chance vom Samstag geärgert, konnte sie am Sonntag ihren ersten Laufsieg in Lauf eins einfahren. Auch Katja und Nina Zünd zeigten gute Leistungen und klassierten sich auf den Rängen fünf und sechs. Der Start zu Lauf zwei gelang Michelle dann nicht mehr optimal. Zusätzlich fand sie sich am Hinterrad einer Konkurrentin wieder, an der kein Weg vorbeiführte. Obwohl Michelle deutlich schneller war, konnte sie diese nicht überholen und fuhr damit auf Rang vier. Somit verpasste sie den Tagessieg um nur einen Punkt und wurde aufgrund des schlechteren zweiten Laufes Dritte. Katja fuhr auch in Lauf zwei ein gutes Rennen, überholte die letztjährige Meisterin noch zwei Runden vor Schluss und wurde Fünfte. Aufgrund der Punkteverteilung wurde es aber dennoch Rang sechs. Nina Zünd gelang der Start zu Lauf zwei auch nicht mehr ganz so gut. Mit Rang sieben in Lauf zwei und dem siebten Tagesrang fand das Wochenende aber trotzdem einen versöhnlichen Abschluss.

Für die Fahrer des KTM-Teams Städler folgt nun eine kurze Osterpause, die für weitere Trainingseinheiten genutzt wird. Danach geht es am 29./30. April weiter mit dem SAM-Rennen in Schlatt. Dort werden wohl auch wieder die Gebrüder Glunk am Start stehen.

Nach Verletzungen, die nicht vollständig verheilen wollen, müssen sie sich noch etwas gedulden und können erst verspätet in die Saison einsteigen. (kaz)