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Motoren, Staub und starke Frauen

Schon zum 34. Mal ging am Samstag das internationale Motocross Oberriet über die Naturbühne. Eine kompetitive Strecke, volle Starterfelder und über 2000 Besucher machten die Veranstaltung zu einem Spektakel für alle Liebhaber des Motorsports.
Gerhard Huber
Die Steilwandkurven auf dem Gelände waren tief eingegraben. (Bilder: Ulrike Huber)

Die Steilwandkurven auf dem Gelände waren tief eingegraben. (Bilder: Ulrike Huber)

Die Motorsportfreunde Rhein­- tal mit OK-Chef Pascal Imoberdorf und Streckenbauchef Domink Mattle hatten wieder einmal grossartige Arbeit geleistet. In nur wenigen Tagen war die komplette Infrastruktur für eine Motocrossveranstaltung samt schwieriger Strecke auf die grüne Wiese gestellt worden. Eine Strecke, die bei den Fahrern kaum Wünsche offen liess. Mit engen Kurven, technisch schwierigen Passagen und schönen Sprüngen.

Lange Trockenheit fordert Tribut

Dieses Jahr hatte man weniger in die Höhe, sondern mehr in die Tiefe gebaut, also etwa Steilkurven in den Boden eingegraben. «Das hat bei der derzeitigen Trockenheit auch den Vorteil, dass die Erde dort feuchter ist und es nicht so staubt», begründete Pascal Imoberdorf diese Vorgangsweise. Denn der Staub war ein Thema an diesem Wochenende. Obwohl der Parcours noch am Freitag mit 150000 Liter Wasser geflutet worden war, forderte die lange Trockenheit ihren Tribut vom sandigen Untergrund. Kaum ein Besucher, der nicht mit einer feinen, grauen Staubschicht überzogen nach Hause ging.

Für die Fahrer war dies kein Thema. Sie hatten anderes zu tun, wie Nina Zünd, eine der drei teilnehmenden Zünd-Schwestern aus Kriessern, nach ihrem Rennlauf berichtete: «Das war enorm anstrengend, hier hast du heute als Fahrer keine Sekunde Zeit, dich auszuruhen. Im sandigen Boden tun sich viele Löcher auf, da hat man den Lenker ex­trem fest zu führen und zu halten.» So dröhnten, kreischten und stampften die Maschinen in verschiedenen Kategorien um den Kurs. Neu dabei waren die Oldtimer in zwei Klassen bis Baujahr 1965 und 1978. Da war es wieder, das altvertraute dumpfe Bollern der hubraumstarken Ein- oder Zweizylinder-Motoren. Alle diese legendären Marken wie Bultaco, BSA, CZ oder Java, die zum Teil schon längst vom Markt verschwunden sind. Ein Augen- und Ohrenschmaus für alle, die schon vor Jahrzehnten mit dabei waren. Gewonnen hat in beiden Läufen der Altstätter Daniel Bu­schor, der seinen Sportsfreunden regelrecht um die Ohren fuhr.

Gute Ergebnisse bei den zwei Läufen zum Swiss Women Cup fuhren auch die drei Kriessner Motorradamazonen Michelle, Nina und Katja Zünd ein, die auf ihren Städler-KTMs im ersten Heat die hervorragenden Plätze sechs, sieben und neun belegten. Der zweite Umgang lief für Michelle Zünd mit dem fünften Platz noch besser. Ihre Schwestern erreichten Platz neun und zwölf.

Klare Siegerin bei den Damen wurde Virginie Germond, die beide Läufe in überzeugender Manier für sich entscheiden konnte. Bereits am Freitag hatte man auf der selben Strecke zwei Wertungsläufe zur SAM-Meisterschaft der Mofacrosser ausgetragen, die unter einer etwas geringen Beteiligung zu leiden hatten. Dafür dominierten hier die Rheintaler Jungs, die in der Klasse 50 ccm mit Janik Geisser, Pascal Dünser und Andy Kuster gleich die ersten drei Plätze belegten.

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