MOTOCROSS: Kampf im Schlamm lohnte sich

In Solothurn fand am vergangenen Wochenende der zweitletzte Lauf zum Swiss MX Women Cup statt. Alle drei Zünd-Frauen klassierten sich in den Top Ten. Weniger Glück hatten die Jungs im zürcherischen Gutenswil.

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Katja Zünd realisierte im zweiten Lauf mit Rang sieben ihr Bestergebnis und liegt in der Gesamtwertung auf Rang zehn. (Bild: pd)

Katja Zünd realisierte im zweiten Lauf mit Rang sieben ihr Bestergebnis und liegt in der Gesamtwertung auf Rang zehn. (Bild: pd)

Während viele Motocross-Veranstaltungen in der Schweiz aufgrund des schlechten Wetters abgesagt wurden, blieb man in Mümliswil-Passwand hart. Zwar hatte es nicht so stark geregnet wie in der Ostschweiz, aber trotzdem öffnete Petrus seine Schleusen in der Nacht von Freitag auf Samstag. Das freie Training liessen die Zünd-Schwestern darum aus. Zu lange hätte es gedauert, alles auf das Zeittraining wieder bereit zu machen.Dort konnte noch die ganze Strecke gefahren werden. Es war zwar rutschig, aber zu jedem Zeitpunkt fahrbar. In der Mittagspause begann es stark zu regnen und man wusste, dass es zu einer Schlammschlacht ausarten würde.

Laufpodest für Michelle Zünd

Für den ersten Lauf verteilten sich die Helfer auf der Strecke, die nun gekürzt wurde. Einen Topstart hatte Nina Zünd, die lange an dritter Position im Rennen lag. Schwester Michelle hatte Pech am Start und musste nach einem Sturz von ganz hinten das Rennen in Angriff nehmen. Die Dritte im Bunde, Katja, stellte in der ersten Kurve ihr Motorrad ins Aus, konnte aber dennoch in den Top Ten die erste Runde beenden. Nach etlichen Stürzen erreichten alle drei das Ziel. Die Fahrerinnen konnten jedoch nur aufgrund der Informationen aus der Box abschätzen, auf welchen Rängen sie lagen. Schlussendlich war es Michelle, die teilweise neben dem Motorrad ging und darum ohne Sturz das Ziel als hervorragende Dritte erreichte. Damit erzielte sie ihr erstes Laufpodium. Nina musste in den letzten Runden ihrem Anfangstempo Tribut zollen und verlor nach einigen Stürzen den Podestplatz. Sie wurde Achte. Katja Zünd hatte diverse Stürze, stand immer wieder auf, doch in der letzten Runde war sie am Ende der Kräfte und verlor die Top Ten aus den Augen – sie wurde Zwölfte.

Guter Start als Basis

Bis zum zweiten Lauf mussten nun alle Motorräder gewaschen werden. Der Regen liess etwas nach und man war sich bewusst, dass der Veranstalter auch die zweiten Läufe unbedingt durchführen wollte. Die Bedingungen waren nun deutlich besser. Katja gelang ein toller Start und sie konnte die erste Runde als Zweite in Angriff nehmen. Nina reihte sich wenig dahinter ein und auch Michelle startete gut ins Rennen. Nach einigen Überholmanövern konnten die KTM-Team-Städler-Fahrerinnen die Ränge vier (Michelle), sieben (Katja) und dreizehn (Nina) sichern. In der Tageswertung platzierte sich Michelle als Vierte knapp neben dem Podest. Dies ist jedoch die beste Rangierung in diesem Jahr. Katja wurde Neunte und Nina Zünd rundete die Top Ten als Zehnte ab. In Gutenswil war Noa Glunk der einzige Vertreter des KTM-Teams Städler. In der Masters-MX2-Kategorie wollte er möglichst viele Punkte für die Meisterschaft holen. Die Strecke war nach dem Regen am Sonntag in bester Verfassung und liess spannende Rennen zu. Glunk startete mit einem Sturz beim Start in den ersten Lauf. Mit der Wut im Bauch nahm er das Rennen dann doch noch auf. Jedoch kam er nicht viel weiter, stürzte unglücklich und verletzte sich dabei am Schlüsselbein. Für ihn ist die ­Saison damit vorzeitig beendet.

Das Saisonende naht

Weiter geht es am kommenden Wochenende im waadtländischen La Broye und im zürcherischen Dätwil. Die Ladys kämpfen im letzten Rennen um wichtige Punkte. Michelle Zünd möchte den Schwung mitnehmen und liegt nur acht Punkte hinter der Sechstplatzierten. Katja Zünd hat weiterhin den zehnten Rang zu verteidigen und Nina Zünd möchte als 14. noch einige Ränge gut machen. In Dätwil wird Luca Wirth als einziger Vertreter des KTM-Teams Städler in der Kategorie National MX2 am Start stehen und versuchen viele Punkte einzufahren. Für ihn ist es das zweitletzte Rennen vor dem Saisonabschluss am 23./24. September in Amriswil. (kaz)

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