Montlinger Regisseurin erhält Förderpreis der St.Gallischen Kulturstiftung

Die in Montlingen aufgewachsene Simona Specker führte bei den letzten Produktionen der Freilichtbühne Regie. Jetzt erhält sie den Förderpreis der St.Gallischen Kulturstiftung

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Simona Specker wuchs in Montlingen auf und lebt überwiegend in Zürich.

Simona Specker wuchs in Montlingen auf und lebt überwiegend in Zürich.

Bild: Heini Schwendener

Der «Schmugglerkönig» zog 2017 fast 10000 Zuschauer nach Rüthi. Im September stand Simona Specker als Anna Göldi im gleichnamigen Stück selbst auf der Freilichtbühne. Am 11. November verleiht ihr die St.Gallische Kulturstiftung einen Förderpreis.

Als 23-Jährige entschied sich Simona Specker für die Schauspielerei und erhielt 2014 schweizweite Beachtung für ihre Hauptrolle in Kuno Bonts Spielfilm «Das Deckelbad», die sie mit beeindruckender Kraft spielte. Doch nicht nur als Darstellerin unbequemer Frauen sei sie eine «Wucht», sondern auch in ihren Theaterproduktionen, bei denen sie seit bald zehn Jahren Regie führe und deren Produktionsleitung sie oft auch übernehme, heisst es in der Medienmitteilung des Kantons. Überall spüre man Simona Speckers Mut, ihre Vielseitigkeit und ihren Gestaltungswillen.

Erst Schauspielerin, dann Regisseurin

Seit 2003 engagiert sich Simona Specker bei der Freilichtbühne Rüthi: zuerst als Schauspielerin in Neben-, dann auch in Hauptrollen. Bei drei Produktionen führte sie Regie. Seit 2019 ist sie künstlerische Leiterin des Ausbildungstheaters der Freilichtbühne – der «Theater Company 2.0» – wo sie sich auch der Nachwuchsförderung widmet.

Im Herbst 2020 übernimmt Specker die künstlerische Leitung der Freilichtbühne Rüthi von Kuno Bont. Für die St.Gallische Kulturstiftung ist der Zeitpunkt deshalb ideal, um Simona Specker für ihr energievolles und vielseitiges Engagement um Bühne und Film mit einem Förderpreis auszuzeichnen.

Den Kulturpreis erhält der Rapperswiler Musiker, Chorleiter und Dirigent Max Aeberli. Er gründete und leitet diverse Chöre und orchestrale Grossprojekte mit innovativem Zugang zu alter, dramatischer, sakraler, lyrischer, zeitgenössischer und experimenteller Musik, oft an speziellen Aufführungsorten. An der Preisverleihung vom 11. November werden zudem die Frühjahrspreise übergeben. Denn coronabedingt konnte die Preisverleihung nicht wie vorgesehen stattfinden. Darum werden nun nachträglich die Förder- und Anerkennungspreisträger Jiři Makovec, bildender Künstler, Monika Schnyder, Lyrikerin, und die Altstätter Röllelibutzen gewürdigt. (pd)

Für die Teilnahme an der Preisverleihung ist eine Onlineanmeldung bis 3.November unter www.kulturstiftung.sg/anmeldung obligatorisch.

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