Montlingen siegt auch in Mels

Der FC Montlingen steht auch nach dem Spitzenkampf gegen den FC Mels mit einem 4:2-Sieg weiterhin ohne Verlustpunkte an der Tabellenspitze.

Philipp Kolb
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Montlingens Murat Demirtas am Ball. (Bild: Philipp Kolb)

Montlingens Murat Demirtas am Ball. (Bild: Philipp Kolb)

Vergangene Saison war die Auswärtspartie der Montlinger gegen Mels eine Art Schlüsselspiel. Den ersten Match nach der Winterpause verlor die Regtop-Elf damals mit 3:2 und musste in der Folge im Kampf um den Aufstieg ständig diesen drei Punkten nachrennen. Am Samstag machten es die Montlinger besser. Auf tiefem Terrain waren sie den Gastgebern überlegen und holten verdient zum sechsten Mal in Folge drei Punkte.

Dabei war die Ausgangslage vor der Partie nicht unbedingt derart klar, schliesslich hatten die Melser in den vorangegangenen fünf Partien nur drei Gegentore kassiert.

Frühe Führung

Montlingen zeigte dann aber schnell, wer der Chef auf dem Platz ist. Nach vier Minuten jubelte die Trittinger-Elf mit den angereisten Fans bereits. Ralph Heeb tankte sich von der Seite durch und traf bereits nach vier Minuten. Nach einer halben Stunde erhöhte Godoi Perreira mittels Penalty auf 0:2.

Er konnte oft nur durch Fouls gebremst werden, was teilweise von den Schiedsrichtern übersehen wurde. Den Höhepunkt diesbezüglich bildete eine Situation in der zweiten Halbzeit, als Godoi am Boden liegend von einem Melser einen Fusstritt in die Bauchgegend erhielt. Die klare Tätlichkeit übersahen sowohl der Schieds- wie auch der Linienrichter aus nächster Nähe. Zuvor erhöhte aber Dominik Tiziani kurz vor der Pause auf 0:3.

Der Zeitpunkt drei Minuten vor dem Pausenpfiff hätte idealer nicht sein können – die Vorentscheidung war gefallen.

Neben zwei Kopfball-Chancen von Sandro Weber hatte Mels in der ersten Halbzeit kaum dagegen halten können. Ihre Schwäche – das Toreschiessen – zeigte sich auch gegen Montlingen.

Rote Karte und Penalty

Vor der Partie vom Samstag hatten die Melser erst fünf Mal ins Schwarze getroffen. Treffer sechs sollte aber gleich folgen – auf kuriose Art und Weise.

Nach knapp einer Stunde zeigte der Schiedsrichter nämlich auf den Penaltypunkt. Was war geschehen? Sandro Hutter soll den Ball im Strafraum – im übrigen unbedrängt – mit der Hand unter Kontrolle gebracht haben. Er verstand die Welt nicht mehr und beschwerte sich beim Schiedsrichter, wofür er direkt die rote Karte sah. Daniel Janssen verkürzte in der Folge für die Melser. Mit zehn Mann waren aber vorerst weiter die Montlinger das gefährlichere Team. Kühne und Godoi verpassten so nach einem Heeb-Freistoss nahe der Cornerfahne das 1:4 nur knapp (74.

). Dann sorgte Fabian Wüst für den erneuten Dreitore-Vorsprung. Die Montlinger standen hierbei allerdings mehr als einen Meter im Abseits. Zwei Minuten später verkürzten die Melser erneut mittels Penalty auf 2:4 – wiederum traf Janssen. Der Schiedsrichter pfiff ein Foul, von Kühne verursacht. Der Spieler nach der Partie dazu: «Das war kein Penalty, ein normaler Zweikampf ohne Foul».

Bis Ende der Partei wurde es noch das eine oder andere Mal brenzlig im Montlinger Strafraum. Eicher befreite so vier Minuten vor Schluss in extremis, und ein Abseitstor der Melser in der 92. Minute wurde nicht gegeben. Schliesslich brachte man aber den verdienten sechsten Sieg in Folge über die Zeit.