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MONTLINGEN: OL, Melauner Kultur und eine App

Was Orientierungslauf (OL) und die Melauner Kultur gemeinsam haben, erfährt man am Samstag, 30. September, auf dem Montlinger Dorfplatz. Denn dann werden der neue OL und das sanierte Museum eröffnet.
Kurt Latzer

Kurt Latzer

Die fix montierten OL-Posten auf dem Montlinger Bergli und im Dorf sind nicht neu. Sie wurden 2016 installiert und am Dorf-OL erstmals vorgestellt. Schon damals war angedacht, den sogenannten Swiss-O-Finder nicht nur für Orientierungsläufe, sondern auch für andere Möglichkeiten zu nutzen.

«An zwölf neuen und fünfzehn bestehenden Posten sind ab dem 30. September Texte zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten in Montlingen abrufbar», sagt der Swiss-O-Finder-Initiant Nick Wolgensinger. Die speziellen Posten sind mit dem schwarz-weissen, verpixelten Viereck, dem sogenannten QR-Code, ausgestattet.

Zwei Eröffnungen am selben Tag

Über die auf dem Handy installierte Swiss-O-Finder-App kann man die Daten von den jeweiligen Täfelchen abrufen. Weil man an den Posten neu Informationen über die Montlinger Geschichte sowie Sehenswürdigkeiten bekommt und zugleich die Sanierung des Ortsmuseums abgeschlossen wurde, feiern die Verantwortlichen gemeinsam. «Wir haben auf die Eröffnung am 30. September drei Touren zusammengestellt, ‹Familienweg›, ‹Montlingen intensiv› und ‹Zeitreise durch Montlingen›», sagt Wolgensinger. Wie das Ganze funktioniert, können die Teilnehmenden an der Eröffnung auf einem Plakat im Schaukasten auf dem Dorfplatz lesen.

Besonders stolz ist Nick Wolgensinger, den Swiss-O-Finder ins Dorf holen zu können. Denn ausser in Montlingen gibt es das System nur in Aarau, Bern und Arosa. «Vorerst sind über den QR-Code nur Texte abrufbar. Die Daten sind uneingeschränkt erweiterbar, auch durch Bilder», sagt der «O-Finder-Vater».

Kleinstes aber feinstes Museum im Lande

Claudio Senn ist Kassier im Verein Museum Montlingen, der im April gegründet wurde. Zugleich leitet er das Museum im Keller des Primarschulhauses Bergli. In den Sommerferien wurde das Museum für 65000 Franken modernisiert, der Brandschutz auf den neusten Stand gebracht. Auf etwa 24 Quadratmetern bieten zahlreiche Ausstellungsstücke aus der Melauner Kultur und Fundstücke der einst hier angesiedelten Ur-Räter einen Blick in über 3000 Jahre Geschichte. Prunkstück der Sammlung ist der sogenannte Melauner-Topf. Die St. Galler Kantonsarchäologie bezeichnet die archäologischen Fundstellen in Montlingen als eine der wichtigsten im Rheintal. «Wichtige Grabungen sind bereits auf dem Montlinger Berg zwischen Altstätten und Buchs gemacht worden. Dort ist seinerzeit eine höchst interessante Töpferanlage ausgegraben worden, zu der sicher auch ein ganzes Dorf gehörte», heisst es unter dem Titel «Räter und Räterburgen» im Appenzeller Kalender von 1936.

«Wir haben das kleinste, aber feinste Museum in der Schweiz», sagt Senn mit einem Lächeln. An den Renovationskosten ha­-ben sich die Politische Gemein­-de Oberriet, die Ortsgemeinde Montlingen, die Katholische Pfarrei Montlingen-Eichenwies und der Verkehrsverein Montlingen-Eichenwies beteiligt. Einen Zuschuss gab es zudem vom St. Galler Lotteriefonds. «Bei unserer Arbeit waren uns die Kantonsarchäologen Martin Schindler und Regula Steinhauser eine wertvolle Hilfe», sagt Claudio Senn. Beide hätten mit ihrem Wissen zum Gelingen beige­tragen.

Hinweis

Samstag, 30. September: Melauner Kultur im Berglischulhaus ab 14 Uhr. Gemeinsame Eröffnung von Swiss-O-Finder Montlingen und Museum: 15 Uhr beim Dorfplatz (Johannes-Brunnen).

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