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MONTLINGEN: Neuer Präsident für Pro Kulturland

An der Hauptversammlung des Vereins Pro Kulturland und Hochwasserschutz am Alpenrhein (VPKH) ist am Dienstag Hans Graf zum Präsidenten gewählt worden. Er tritt die Nachfolge von Walter Freund an.
Kurt Latzer
Landwirt und SVP-Kantonsrat Walter Freund (links) hat das Präsidium des VPKH an Hans Graf abgegeben. (Bild: Kurt Latzer)

Landwirt und SVP-Kantonsrat Walter Freund (links) hat das Präsidium des VPKH an Hans Graf abgegeben. (Bild: Kurt Latzer)

Kurt Latzer

Die Landwirtschaft will im Zusammenhang mit dem Projekt Rhesi gehört werden und bei ­anderen Kulturlandthemen eine Stimme bekommen: Das haben sich die Mitglieder des im September 2012 gegründeten Vereins auf die Fahne geschrieben. Ginge es nach dem Willen der Landwirtschaft, müsste man die Bezeichnung Rhesi (Rhein – Erholung und Sicherheit) ändern. In der «Vision Rhein Landwirtschaft», deren Punkte der scheidende VPKH-Präsident Walter Freund am Dienstag im Restaurant Kreuz in Montlingen kurz aufzählte, heisst es: «Projekt Rhesi steht für Rhein – Ernährung – Sicherheit». Die richtige Reihenfolge müsse lauten: «Trinkwasser – Hochwasserschutz – Landwirtschaft – Ökologie – Erholung». «Der Bevölkerung beidseits des Rheins ist die Ernährungssicherheit aus einheimischer Produktion schon sehr wichtig», sagte der SVP-Kantonsrat. Das habe sich bei einer Umfrage zum Projekt Rhesi gezeigt, an der 600 Rheintalerinnen und Rheintaler teilgenommen haben. «An dritter Stelle wurde zum Ausdruck gebracht, die landwirtschaftliche Nutzung müsse erhalten bleiben», sagte der VPKH-Präsident.

Schlechte Böden werden aufgelistet

Dank verschiedenster Interpel­lationen, Motionen und sogar einem Standesbegehren haben sich die Landwirte am Rhein ­Gehör verschafft. «Die Kartierung der Böden im St. Galler Rheintal auf rund 1700 Hektaren ist als Folge der landwirtschaft­lichen Planung im Rheintal im Gang», sagte Walter Freund. Die Kartierung diene Bodenerhaltungsmassnahmen, wie denen im Marbacher Isenriet oder in Kriessern. Die Aufnahme der Flächen zwischen Rüthi und St. Margrethen solle Ende Jahr abgeschlossen sein.

Ebenfalls gegen Ende 2018 oder Anfang 2019 tritt das Projekt Rhesi in eine entscheidende Phase. Nachdem letzte Fragen zur Trinkwasserversorgung beantwortet sind, geht es an die Vorstellung des «Generellen Projekts». «Nachdem es für die ­Mitglieder des VPKH 2017 keine brennenden Themen gab, treten wir nun langsam wieder in eine heisse Phase», sagt Walter Freund. Um die Belange der Landwirtschaft gut vertreten zu wissen, habe der Verein beim Schweizer Bauernverband um personelle und finanzielle Unterstützung angesucht. Freund: «Die definitive Zusage des SBV für 10000 Franken haben wir vergangenen November bekommen.»

Präsident gewählt, Vorstand komplettiert

Weil es 2017 praktisch nichts Neues gab, wurde keine Hauptversammlung abgehalten und kein Mitgliederbeitrag erhoben. An der Hauptversammlung stimmten gegen 25 Mitglieder – ausschliesslich Bewirtschafter von Boden im Rheinvorland – allen Traktanden zu, auch der Rechnung 2016/2017.

Unter dem Traktandum «Wahlen» stellte Walter Freund kurz den Landwirt Hans Graf als seinen möglichen Nachfolger vor. Gegenvorschläge gab es keine. Alle Anwesenden gaben dem neuen Präsidenten des VPKH die Stimme. Als Grafs Nachfolger in den Vorstand bekam Niklaus Loher alle Stimmen. Nach dem geschäftlichen Teil informierte der Oberrieter Gemeindepräsident kurz über das Thema Grundwasserbrunnen und Schutzzonen. Wie bereits bekannt, hat die Internationale Rheinregulierung (IRR) ein Baugesuch eingereicht, um im Gebiet Loseren nach Standorten für neue Grundwasserbrunnen zu suchen. «Wenn dort neue Brunnen entstehen, sind Schutzzonen nötig», sagte Huber. Hierfür brauche man 12 bis 13 Hektare Kulturland. Neue Brunnen im Loheren könnten nach Abschluss der Baumass­nahmen für Rhesi die Brunnen «Feldhof» und «Balanggen» ersetzen. Die 8 bis 9 Hektaren, die dort als Schutzzone ausgewiesen sind, könnten dann wieder der landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden. Rolf Huber stellte kurz das Projekt Ökoflächenpool vor, dessen Erarbeitung ­begonnen hat. Unter anderem könnte dieses Werkzeug in Zukunft dazu dienen, anderswo im Perimetergebiet Ökoausgleichsflächen zu schaffen und im Gegenzug im Rheintal Ausgleichsflächen für die Landwirtschaft freizugeben.

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