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MONTLINGEN: Museum wird neu aufgestellt

In den Sommerferien soll das Museum im Schulhaus Bergli für 65000 Franken modernisiert werden. Vorgängig wird am 26. April ein Verein gegründet und so die Trägerschaft institutionalisiert.
Max Tinner
Museumsleiter Claudio Senn und Kommissionspräsident Lothar Bandel mit Nachbildungen der Gefässe, die aus 3000 Jahre alten Scherben rekonstruiert wurden, die man am Montlinger Begli gefunden hat. Hinten der über 500 Jahre alte Turmhahn der Montlinger Kirche. (Bild: Max Tinner)

Museumsleiter Claudio Senn und Kommissionspräsident Lothar Bandel mit Nachbildungen der Gefässe, die aus 3000 Jahre alten Scherben rekonstruiert wurden, die man am Montlinger Begli gefunden hat. Hinten der über 500 Jahre alte Turmhahn der Montlinger Kirche. (Bild: Max Tinner)

Max Tinner

Über 3000 Jahre blickt man im Museum Montlingen in die Vergangenheit. Das Museum ist zwar nur klein – mit kaum 25 m2 dürfte es kantonsweit das kleinste sein, meint Museumsleiter Claudio Senn – was hier aber gezeigt wird, hat manches grössere Museum nicht zu bieten. Das liegt am Montlinger Bergli. Der Inselberg in der Rheinebene war schon vor Jahrtausenden besiedelt. Dies belegen archäologische Funde. Solche und weitere Exponate, die von den früheren Museumsverantwortlichen Martin Hangartner und Alois Loser zu einer sehenswerten Ausstellung zusammengestellt worden sind, bieten Stoff für viele spannende Geschichten aus der langen Vergangenheit Montlingens.

Die Zurschaustellung in den 50 Jahre alten Vitrinen ist allerdings nicht mehr zeitgemäss. Diesen Sommer soll das Museum darum moderne Vitrinen mit ausziehbaren Präsentationsflächen bekommen. Weiter möchte die vor zwei Jahren gegründete Museumskommission auch Multimedia-Präsentationen ermöglichen. Daneben wird der Raum selbst renoviert. Und auch die Ausstattung des Raums mit einer gepolsterten Sitzbank ist vorgesehen – trotz der bescheidenen Abmessungen des Museums weiss Claudio Senn während einer Führung nämlich viel zu erzählen. Etwa eine Stunde dauert eine Führung, die oft ergänzt um eine Begehung aufs Bergli oder in die Kirche gebucht wird. Wer nicht so gut zu Fuss ist, wüsste da eine Sitzgelegenheit zwischendurch sehr wohl zu schätzen.

Kosten wird die Renovation rund 65000 Franken. 25000 Franken daran hat die Bürgerversammlung der Politischen Gemeinde mit der Genehmigung des Budgets gesprochen, mit je 10000 Franken unterstützen die Ortsgemeinde und die katholische Kirchgemeinde das Vorhaben. Auch der Verkehrsverein und die Raiffeisenbank haben Beiträge in Aussicht gestellt. Ausserdem hat man beim Kanton ein Gesuch um Unterstützung aus dem Lotteriefonds gestellt.

Museum breit in der Bevölkerung abstützen

Und nicht zuletzt hofft die Museumskommission auf Unterstützung aus der Bevölkerung, die sich künftig noch mehr als heute mit dem Museum identifizieren soll. Dazu wird die Trägerschaft von der Museumskommission einem Verein übertragen, der in zwei Wochen gegründet wird. Dies hat nebst der stärkeren Einbindung der Bevölkerung noch zwei weitere Gründe. Zum einen setzt die Politische Gemeinde für Beitragsleistungen eine institutionalisierte Trägerschaft voraus. Zum anderen wären bislang die Mitglieder der Kommission bei einem Schadenfall mit ihrem Privatvermögen haftbar gewesen. Mit der neuen Organisation verlagert sich die Haftung aufs Vereinsvermögen.

Die Mitglieder der bisheri­-gen Kommission (Museumsleiter Claudio Senn, Harald Herrsche als Vertreter der Ortsgemeinde, Daniel Kühnis als Vertreter der Kirchgemeinde, Hansjürg Loher als Vertreter des Verkehrsvereins sowie Lothar Bandel) stellen sich für den Vereinsvorstand zur Verfügung. Die Wahl eines weiteren Vorstandsmitglieds ist möglich, aber nicht zwingend nötig. Der anvisierte Mitgliederbeitrag ist mit 20 Franken für Privatpersonen bescheiden. Vorgesehen ist auch eine Gönnermitgliedschaft, auch für Vereine und Firmen, mit einem Beitrag ab 100 Franken.

Die Vereinsgründung ist auch die Basis für die weitere Eigenständigkeit des Museums. Dass sie trotz seiner Kleinheit gerechtfertigt ist, sieht die Museumskommission aus berufenem Munde bestätigt. Vor der nun vorgesehenen Renovation hat sich diese nämlich von Martin Schindler, dem Leiter der Kantonsarchäologie, und von Peter Erhart, dem Leiter des Stiftsarchivs in St. Gallen, beraten lassen. Beide hätten die Qualität des Museums Montlingen gelobt, sagen Claudio Senn und Lothar Bandel.

Hinweis

Gründungsversammlung des Vereins Museum Montlingen ist am Mittwoch, 26. April, um 20 Uhr im Saal des Restaurants Kreuz. Jedermann ist eingeladen.

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