Montlingen lange im Aufstiegsrennen

FAUSTBALL. Die 3.-Liga-Schlussrunde in Oberriet endete für Montlingen II auf dem zweiten Platz hinter Aufsteiger Waldkirch. Aber die jüngere erste Mannschaft des Gastgebers musste Lehrgeld bezahlen. Dieses Team brauche noch Zeit, um sich zu entwickeln, sagt der Trainer.

Mäx Hasler
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Routiniert am Ball: Faustballer Damian Zellweger. (Bild: Mäx Hasler)

Routiniert am Ball: Faustballer Damian Zellweger. (Bild: Mäx Hasler)

In der Bildstöckli-Halle wurde die Finalrunde der 3.-Liga-Hallenmeisterschaft ausgetragen. Qualifiziert für diese Endrunde hatten sich Montlingen I und II, Waldkirch, Trogen sowie Lauterach und Schwarzach II. Die Vorarlberger machen in der Ostschweizer Meisterschaft mit, weil sie im eigenen Land zu weit reisen müssten.

Qualifizieren konnten sich die Teams an zwei Vorrunden-Turnieren in Diepoldsau und Lauterach. Von den zwölf teilnehmenden Mannschaften in zwei Gruppen qualifizierten sich die jeweils besten drei jeder Gruppe für den Final in Oberriet, die andern sechs spielten in Berneck die Ränge sechs bis zwölf aus. Einen Absteiger gab es nicht, weil es nicht mehr weiter runter geht.

Aufstiegs-Krimi

Dafür einen Aufsteiger. Und dieser ist nach einer spannenden und stimmungsvollen Finalrunde der TSV Waldkirch, der zu den Favoriten gehört hatte. Dank dem knappen 11:8/11:9-Sieg gegen den zweiten Aufstiegsfavoriten Montlingen II verwiesen sie die Rheintaler auf den Ehrenplatz. Obwohl Waldkirch zwei Niederlagen verdauen musste und Montlingen II nur eine. Entscheidend waren die Direktbegegnung und die Punkte aus der Vorrunde. Für den Final wurde nämlich die Hälfte der Zähler mitgenommen.

Vor dem letzten Spiel Waldkirch gegen Lauterach war die Spannung gross; es konnte noch vier Rangverschiebungen geben. Bei einem Lauteracher Sieg wäre Montlingen II aufgestiegen und Lauterach wäre Zweiter gewesen, Waldkirch Dritter und Trogen nur Vierter. Waldkirch machte aber mit einem deutlichen Sieg alles klar.

Lehrgeld bezahlt

Dem zweiten Rheintaler Team – Montlingen I – das sich als Gruppendritter für den Final qualifizierte, wurde auch der eine oder andere Sieg zugetraut, es sollte nicht sein. Gegen Schwarzach II verloren die jungen Montlinger knapp mit 28:30, gegen Trogen hielten sie im ersten Satz gut mit, brachen dann aber ein. Gegen die älteren «Brüder» gab es eine 7:11/6:11-Niederlage.

«Wir sind nicht unglücklich, dass wir nicht aufgestiegen sind. Unser Ziel ist es längerfristig, dass die Jungen aufsteigen, weil <'s Zwei> langsam überaltert ist. Die Jungen brauchen aber sicher noch zwei Jahre Zeit», sagte Trainer Norbert Lüchinger zusammen mit René Weder, einem der Coachs.

So konnte Daniel Morscher, Obervogel Nr. 22 und Präsident der Faustballkommission der Region St. Gallen–Appenzell, die schönste der von Valeria Kobler aus Oberriet neu gestalteten Medaillen statt den Rheintalern den Waldkirchern umhängen.

Rangliste: 1. Waldkirch 13 Punkte. 2. Montlingen II 12. 3. Trogen 10. 4. Lauterach 9. 5. Schwarzach II 7. 6. Montlingen I.

Die jungen Montlinger Jan Frei und Silvio Kellenberger (von links) verloren gegen ihre routinierten Kollegen mit Damian Zellweger. (Bilder: Mäx Hasler)

Die jungen Montlinger Jan Frei und Silvio Kellenberger (von links) verloren gegen ihre routinierten Kollegen mit Damian Zellweger. (Bilder: Mäx Hasler)

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