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MONTLINGEN: «Kreuz»-Wirtinnen führen den «Schwamm»

Bis vor kurzem sah es um die Saison des Berggasthauses Montlinger Schwamm düster aus. Von November 2016 bis zur ersten Aprilwoche hat der Ortsverwaltungsrat vergeblich nach Pächtern gesucht. Nun springen Sandra und Regula Oberholzer in die Bresche.
Kurt Latzer

Kurt Latzer

Es ist schon ein Kreuz mit den Pächtern des Berggasthauses Montlinger Schwamm. Die hat der Rat der Ortsgemeinde Montlingen in den letzten Jahren immer nur auf den letzten Drücker gefunden. Hanspeter Schmid hatte das Berggasthaus 2014 und 2015 geführt. Ihm folgte im Mai 2016 Pamela Greber. Wieder im letzten Moment. Sieben Monate später kam erneut das Aus.

Im vergangenen Herbst habe Pamela Greber mitgeteilt, sie müsse aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten und deshalb eine zusätzliche Arbeitskraft einstellen. Harald Herrsche, Präsident der Ortsgemeinde Montlingen: «Dies hätte für die Pächterin eine zusätzliche finanzielle Belastung bedeutet. Weil wir den Pachtzins nicht weiter senken konnten, wurde der Vertrag aufgehoben.»

Krisensitzung und eine Lösung im letzten Moment

Weil sich für die Saison 2017 kein Wirt finden liess, hat kürzlich die Arbeitsgruppe Montlinger Schwamm des Ortsverwaltungsrates eine Krisensitzung abgehalten. «Wegen der Pächterwechsel war ich es leid, mich immer alleine um die Nachfolge kümmern zu müssen. Deshalb haben wir eine Arbeitsgruppe gebildet», sagte Harald Herrsche.

Einen Interessenten für den «Schwamm» gebe es, dem aber war die Zeit zur Saisoneröffnung im Mai zu knapp. «Der Interessent ist bereit, mit uns einen Drei-Jahres-Vertrag abzuschliessen. Allerdings erst ab 2018», sagte Herrsche, «und das gerade jetzt, wo wir mehr Anfragen für die Durchführung von Anlässen auf dem Schwamm haben als je zuvor.»

Erleichtert ist der Ortsgemeindepräsident seit letzter Woche. «Sandra Oberholzer, Wirtin unseres Restaurants Kreuz, springt ein», sagte Harald Herrsche bei einem Gespräch im «Kreuz». Das Berggasthaus am 1. Mai nicht zu öffnen, sei keine Option. «Bevor das geschieht, engagieren wir selbst einen Koch», sagte der Ortsgemeindepräsident vor etwa drei Wochen, nachdem einmal mehr ein Interessent die Absage erteilt hatte.

Eine Notlösung für den Muttertag

«Ich werde mir die Arbeit im Berggasthaus mit meiner Schwester teilen», sagte Sandra Oberholzer. Gekocht oder vorbereitet werde vor allem in der «Kreuz»-Küche. Spätestens ab dem 1. Mai will sie das Restaurant auf dem Montlinger Schwamm öffnen, etwas zu trinken gebe es möglicherweise schon früher. «Noch ist nichts oben. Als Erstes besorge ich Getränke, damit ich den Leuten vor dem ersten Mai etwas anbieten kann, wenn ich vor Ort bin», sagte die Wirtin des Restaurants Kreuz. Der Muttertags-Brunch, der im «Kreuz» geplant war, findet nun auf dem Montlinger Schwamm statt.

Ortsgemeinde investiert in den Spielplatz

«Als ich diesen Anlass ausgeschrieben hatte, ahnte ich noch nichts vom Engagement im Berggasthaus», sagt Sandra Oberholzer mit einem Lächeln. Neben ein paar neuen Ideen will die «Schwamm-Sandra» alte Traditionen weiterführen. So etwa den Brunch an jedem Sonntagmorgen.

Um Probleme früher zu erkennen und darauf reagieren zu können, will die «Arbeitsgruppe Schwamm» in Zukunft mit dem Pächter einen besseren Kontakt pflegen. Der Ortsverwaltungsrat will die Attraktivität des Ausflugszieles Montlinger Schwamm steigern. «Niemand geht heute allein wegen eines Schnitzels auf den Schwamm», sagt Harald Herrsche. Dieses Jahr soll der Spielplatz beim Bergrestaurant saniert und erweitert, die Parkplätze besser kontrolliert werden. 10000 Franken sind für das Geplante im Budget. Die Park-Gebühr von fünf Franken will der Rat beibehalten. «Wir wollen sicherstellen, dass dort nur Gäste parken. Coupons können sie bei einer Konsumation verrechnen», sagte der Ortsgemeindepräsident. Mit der Vergabe von Gratisparkplätzen wolle man heuer sparsamer umgehen. An der Strasse unterhalb des Berggasthauses gebe es genug Platz, um Autos abzustellen. Bei Grossanlässen könne man eine befestigte Wiese hinter dem Restaurant als Parkplatz nutzen.

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