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MONTLINGEN: Grosser Service an der Kirchenorgel

Noch bis Ende nächster Woche ist die Orgel in der Kirche stumm. Orgelbauer Walter Mutzner unterzieht sie einer gründlichen Revision.
Max Tinner
Aus 1426 Pfeifen besteht die Montlinger Kirchenorgel – und aus noch so manchem Teil mehr. Walter Mutzner bei der Revision. (Bild: Max Tinner)

Aus 1426 Pfeifen besteht die Montlinger Kirchenorgel – und aus noch so manchem Teil mehr. Walter Mutzner bei der Revision. (Bild: Max Tinner)

Max Tinner

Wer selbst einmal eine Maschine auseinandergenommen hat, um sie zu reparieren, und danach die Einzelteile mit einiger Müh und Not wieder zusammengebaut hat, würde am Anblick einer demontierten Kirchenorgel wohl verzweifeln. Für den Rebsteiner Orgelbauer Walter Mutzner und seinen Mitarbeiter Joos Guler ist er Alltag. Momentan in Montlingen, wo sie die Orgel in der katholischen Kirche revidieren. Aus über 1426 Pfeifen besteht die Montlinger Kirchenorgel, verteilt auf 20 Register. 86 Pfeifen sind aus Holz. «Die geben der Orgel in den tiefen Tönen einen warmen Klang», sagt Mutzner.

Die letzte Revision lag über 20 Jahre zurück. Mittlerweile kam es gelegentlich zu Misstönen. Nicht weil der Organist daneben gegriffen hätte. Sondern weil manche Tasten klemmen. Hinzu kommt, dass das Ventil­system der Orgel elektrisch angesteuert wird. Allerdings mit Komponenten, die in der heutigen elektronischen Zeit geradezu vorsintflutlich anmuten. Einige Teile funktionierten denn auch nicht mehr zuverlässig und mussten darum ersetzt werden.

Klimawandel bis in die Kirche hinein

Dass sich auch der Klang des Kircheninstruments seit der letzten Revision verändert hat, dass er leicht dumpfer geworden ist, dürfte den Kirchgängern kaum aufgefallen sein. Das geschieht schleichend. Vor allem durch Staubablagerung. Auch Schimmel hat die Orgel stellenweise angesetzt. Vor allem an Orten, an denen es kaum Luftzirkulation gibt. Walter Mutzner stellt allerdings fest, dass die Schimmel­bildung seit gut zehn Jahren zunimmt. Er schreibt dies der Klimaveränderung zu, und einer mit ihr einhergehenden höheren generellen Luftfeuchtigkeit. Erst nachdem die Orgelpfeifen nun gründlich gereinigt worden sind, wird vielleicht dem einen oder andern Kirchgänger auffallen, dass die Orgel nun wieder klarer klingen wird.

Die Revision wird um die 40000 Franken kosten. Dahinter stecken aber auch sieben Wochen Arbeit. Und eine neue Orgel dieser Grösse würde um die 500000 Franken kosten, schätzt Walter Mutzner. Da lohne sich eine Revision so alle 20 Jahre durchaus. Schliesslich fährt auch niemand sein Auto, ohne es regelmässig einem Service zu unterziehen.

Die heutige Orgel in der Kirche Montlingen ist 1960 gebaut worden. Sie ersetzte damals eine aus dem Jahr 1919. Wesentlich länger in Betrieb war deren Vorgängerin, die 1819 gebaut worden war und damit während 100 Jahren die Montlinger Gläubigen erfreut hatte.

Mittlerweile ist die Revision fast abgeschlossen. Die Pfeifen sind wieder an ihrem angestammten Platz und müssen nun noch nachgestimmt werden.

Am 24. September wird’s feierlich

Damit wird die Orgel am Sonntag, 24. September, bestimmt wieder spielbereit sein. Denn dann ist in der Kirche Montlingen Firmung. Und die ist mit Orgel bestimmt wesentlich feierlicher als ohne.

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