MONTLINGEN: Dr. Sepp wartet auf zweiten Band

Vor gut zwei Jahren ist «Dr. Sepp», Band 1, erschienen – das Buch, in dem Erlebnisse des Montlinger Landarzts Josef Savary beschrieben sind. Wo bleibt Band 2?

Gert Bruderer
Drucken
Teilen
Die Vorstellung des Buches «Dr. Sepp», Band 1, ist inzwischen zwei Jahre her. (Bild: Archiv / Gert Bruderer)

Die Vorstellung des Buches «Dr. Sepp», Band 1, ist inzwischen zwei Jahre her. (Bild: Archiv / Gert Bruderer)

Gert Bruderer

 

Die Frage stellt ein Leser, Markus Schmid aus Lüchingen. Er schreibt, Autor Gregor Loser habe bei der Buchvernissage vor zwei Jahren die baldige Publikation der Fortsetzung in Aussicht gestellt. Leider sei der ersehnte zweite Band noch immer nicht erschienen. Auch der 95-jährige Josef Savary ist natürlich auf den zweiten Band gespannt. Der erste versammelt Geschichten aus der Zeit bis 1950, im zweiten sollen Savarys Erlebnisse in der Zeit danach erzählt werden. Bis 1989 wirkte Dr. Sepp als Dorfarzt.

Zwei kleine Bände statt grosses Buch

Gregor Loser, der die Geschichten zu Papier gebracht hat, erwog anfangs, ein einziges Buch auf den Markt zu bringen. Fachleute aus dem Verlagswesen rieten ihm ab. Ein schmales Bändchen für 18 Franken verkauft sich leichter als eine reichhaltige Edition. Tatsächlich ist der erste Band inzwischen ausverkauft. Der zweite sei in Arbeit, sagt Loser. Der Zeitpunkt seines Erscheinens sei aber noch offen und zwangsläufig auch eine Frage der Finanzierung und des Sponsorings. Denn der Aufwand sei gross, das Business – man weiss es – ist hart, die Herstellung teuer. In den Verkauf kamen rund 1200 Bücher. Bei einem Verkaufspreis von 18 Franken bleibt angesichts der Gestaltungs-, Druck- und Papierkosten, der kleinen Beteiligung des Buchhandels und der Nebenkosten nicht allzu viel übrig. Allein aus finanziellen Gründen dürfte keine Eile bei der Herausgabe des zweiten Bandes bestehen. Allerdings sagt Loser, sei er sehr wohl interessiert, der Leserschaft möglichst bald die Fortsetzung der schönen Geschichten von Dr. Sepp darbieten zu können.

Vertraglich zu nichts verpflichtet

Dies umso mehr, als der erste Band eine sehr positive Resonanz gefunden habe. Wie Markus Schmid in seinem Brief an die Redaktion richtig schreibt, war die Buchvernissage vor zwei Jahren ein ebenso schöner wie vielversprechender Anlass mit über 200 geladenen Gästen, vor denen sogar Regierungsrätin Heidi Hanselmann das Wort ergriff. Gregor Loser hat das Buchprojekt seinerzeit ohne vertragliche Bindung in Angriff genommen. Natürlich lasse die Bezeichnung «Band 1» einen zweiten erwarten, er habe aber kein Versprechen abgegeben, noch sei er je eine Verpflichtung eingegangen – höchstens die gegenüber dem Leser.