Möbel als funktionale Kunstwerke

Am Samstag feierte die Möbelmanufaktur Heinz Baumann und Markus Hangartner AG das 30-jährige Bestehen. Tagsüber nutzten zahlreiche Leute die Gelegenheit zum Einblick in die Werkstatt in Heerbrugg. Die Festrede hielt am Abend Köbi Gantenbein, Chefredaktor von «Hochparterre».

Bea Sutter
Drucken
Teilen
Heinz Baumann (links) lauscht den Ausführungen seines Geschäftspartners Markus Hangartner, der in der Manufaktur die Lehre absolviert hat und dereinst die Nachfolge des Firmengründers antreten wird.

Heinz Baumann (links) lauscht den Ausführungen seines Geschäftspartners Markus Hangartner, der in der Manufaktur die Lehre absolviert hat und dereinst die Nachfolge des Firmengründers antreten wird.

Heerbrugg. Aus Anlass des 30- Jahr-Jubiläums öffnete die Möbelmanufaktur Heinz Baumann und Markus Hangartner AG an der Karl-Völker-Strasse 48a in Heerbrugg die Türen für die ganze Bevölkerung. Während des ganzen Samstags herrschte ein Kommen und Gehen, und die Belegschaft stand gerne Rede und Antwort.

Am Abend fand dann der Festakt zum Jubiläumsfest statt. Die geladenen Gäste, Kunden und Freunde kamen allesamt, um dem weitsichtigen, innovativen Unternehmer zu gratulieren.

Philosophie wird verstanden

Heinz Baumann streifte bei seiner Begrüssungsrede den Werdegang der Möbelmanufaktur. Ihn habe der Werkstoff Holz schon immer fasziniert. nach der Hochbauzeichnerlehre erlernte er das Möbelschreiner-Handwerk. Da er Möbel von A bis Z gemäss seiner ästhetischen, ökologischen Philosophie selber herstellen wollte, machte er sich selbständig.

«So kann ich meine Ideen kompromisslos umsetzen», sagte er und verlieh der Freude Ausdruck, dass sein Gedankengut von einer immer grösser werdenden Kundschaft geteilt wurde und wird. Als anfänglicher Einmannbetrieb beschäftigt die Möbelmanufaktur Heinz Baumann und Markus Hangartner AG heute vier ausgelernte Möbelschreiner und vier Lehrlinge. Vor einem Jahr wurde die AG gegründet. Auch die Nachfolge sei gesichert, erläuterte Heinz Baumann. Werkstattleiter und Lehrmeister Markus Hangartner ist seit diesem Jahr am Unternehmen beteiligt.

«Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen, in diesem Betrieb arbeiten zu dürfen», sagte der 25-Jährige. Er hat dieselbe Liebe zum Holz und teilt auch die Philosophie von Heinz Baumann.

Langlebig und nachhaltig

Die Ansprache von Köbi Gantenbein, Chefredaktor von «Hochparterre», der renommierten Zeitschrift für Architektur und Design, war ein Ohrenschmaus. Die Laudatio war pointiert und fesselnd. Heinz Bauman sei stets bestrebt, Möbel zu kreieren und zu bauen, die es bisher gar nicht gab.

Er macht sich die Natur zu nutze und lässt bei jedem Möbel das Holz sprechen. Die Möbel aus Heinz Baumanns Betrieb seien funktionale Kunstwerke. Als ein urbanes Völkchen beschrieb der Redner, die Betreiber alten Handwerks. Er sei beeindruckt von den Möbeln, die in diesem Betrieb entstanden sind und noch entstehen werden. Heinz Baumann sei ein Schreiner, Designer, Ästhet, Ökologe und Unternehmer, der es versteht, Natur, Schönheit und Funktionalität in Einklang zu bringen.

Dem prominenten Festredner Köbi Gantenbein folgten noch zahlreiche Gratulanten aus Heinz Baumanns grossem Kunden- und Freundeskreis, die in ihren Ansprachen ihre Begeisterung über ihre Möbel und Einrichtungen kundtaten. Es sei ein Erlebnis und eine täglich wiederkehrende Freude, in und mit Kunstwerken zu leben und zu wohnen.

Bei seiner Begrüssung sprach Heinz Baumann auch der Belegschaft ein grosses Dankeschön aus. (Bilder: Bea Sutter)

Bei seiner Begrüssung sprach Heinz Baumann auch der Belegschaft ein grosses Dankeschön aus. (Bilder: Bea Sutter)

Fesselnd, treffend und humorvoll war die Festrede von Fachjournalist Köbi Gantenbein.

Fesselnd, treffend und humorvoll war die Festrede von Fachjournalist Köbi Gantenbein.