Modellbahn-Diorama als Geschenk

ALTSTÄTTEN. Der Altstätter Modelleisenbahnclub wurde reich beschenkt: Der frühere Balgacher Zahnarzt Max Graf hat dem Verein ein acht Meter langes Diorama überlassen. An den Tagen der offenen Tür wird das schöne Stück der Öffentlichkeit gezeigt.

Gert Bruderer
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Eine Drehscheibe samt Lokschuppen ist am einen Ende des Dioramas zu sehen, das der Modellbahnclub überraschend geschenkt bekommen hat. (Bilder: Gert Bruderer)

Eine Drehscheibe samt Lokschuppen ist am einen Ende des Dioramas zu sehen, das der Modellbahnclub überraschend geschenkt bekommen hat. (Bilder: Gert Bruderer)

Natürlich lässt sich ein grosses Diorama nicht überall unterbringen. Gerade Modellbahner kennen das Problem mit dem Platz. Anlagen wachsen und wachsen – und irgendwann platzt alles aus allen Nähten. Auch die Altstätter, obschon mit mehreren Räumen im Schöntal-Schulhaus gut bedient, müssen mit ihren Quadratmetern haushälterisch umgehen. Und doch stellt sie das Geschenk aus Balgach vor kein Problem. Weil sie zum Glück schon ein anderes Platzproblem hatten.

Jugendanlage abgebrochen

Der scheinbare Widerspruch ist schnell aufgelöst. Die Jugendanlage war im Laufe der Zeit zu gross und unübersichtlich geworden; und weil im gleichen Raum auch noch die clubeigene Werkstatt untergebracht war, hatte man sowieso eine Art Neubeginn ins Auge gefasst. Das Geschenk gab dann den Ausschlag: Die Jugendanlage wurde abgebrochen, der Raum, in dem sie bisher stand, geleert und das Diorama hier untergebracht.

Es ist ein Prunkstück. Alle Elemente sind handgemacht, etwa das Betriebswerk Ottbergen samt Keramik-Turm, die fein detaillierten Lampen oder der Portalkran. «Das ist etwas Einmaliges», schwärmt Clubpräsident Alois Untersander.

Natürlich neu aufgebaut

Nun wird freilich nicht auf die Jugendanlage verzichtet. Im Gegenteil soll sie noch mehr in den Mittelpunkt rücken und künftig flexibel einsetzbar sein. Bereits ist eine neue, kleinere Anlage entstanden, die nun sukzessive mit Gelände aufgewertet wird. Sie besteht aus zwei transportablen Elementen und lässt sich – anders als ihre Vorgängerin – auch auswärts ausstellen. So wird der Altstätter Modelleisenbahnclub künftig immer wieder an ganz unterschiedlichen Anlässen mit seiner Jugendanlage vertreten sein. Am nächsten Wochenende steht sie erstmals im Eingangsbereich des Schöntal-Schulhauses.

Immer wieder Neues

Eine Besonderheit des Vereins ist, dass er nie ruht. An den zwei Tagen der offenen Tür warten jedes Jahr mehrere Neuerungen auf die Besucher, so dass diese jedes Mal Neues entdecken.

In den letzten Jahren ist vor allem der Einbezug des Publikums stark gefördert worden. Ein Podest erlaubt es auch den Kindern, die fahrenden Züge bequem von oben zu sehen, und an vielen Stellen gibt es Knöpfe, die sich bedienen lassen und die eine Szene bewegt machen: Hier plätschert plötzlich ein Springbrunnen, dort hebt jemand unvermittelt den Arm, oder irgendwo fährt überraschend ein Zügli los und dreht seine Runden.

Schalter der «Gaiserbahn»

Im zurückliegenden Jahr haben die Modellbahner fleissig an ihrem Gelände gearbeitet. Wisi Untersander hat sogar die neue Eisenbahnbrücke bei St. Margrethen nachgebildet. Die Anlage mit den Wagen der Sponsoren hat eine ganz neue Gleisanlage bekommen, so dass die zuletzt häufigen Störungen nicht mehr vorkommen sollten. Als besondere Objekte sind an den bevorstehenden Tagen der offenen Tür ein altes Güterbahnhof-Signal aus der Zeit um 1900 sowie der frühere Billettschalter der «Gaiserbahn» zu sehen.

Tage der offenen Tür, Schöntal-Schulhaus. Samstag, 2. November: 13.30 bis 18 Uhr. Sonntag, 3. November: 10 bis 17 Uhr.

Präsident Alois Untersander rückt ein schönes Stück der «Gaiserbahn» in den Mittelpunkt: den früheren Billettschalter.

Präsident Alois Untersander rückt ein schönes Stück der «Gaiserbahn» in den Mittelpunkt: den früheren Billettschalter.