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Mit viel Schwein ins neue Jahr

Ein toller Erfolg war das traditionelle Silvesterschiessen des FSV Oberriet. Auf die Scheibe «Keiler links laufend» wurden gute Ergebnisse erzielt.
Gerhard Huber

Jedes Jahr zwischen den Weihnachtsfeiertagen und Silvester ist es so weit: Schon seit 57 Jahren wird dann auf der Schiessanlage Blatten auf die Sau geschossen. Nämlich auf eine ungewöhnliche Schiessscheibe, den «Keiler links laufend». «Das erfordert schon eine besondere Herangehensweise», erklärt der Präsident des Feldschützenvereins Oberriet, Bruno Streule. «Das auf der Zielscheibe gross dargestellte Wildschwein mindert die klare Sicht auf den Punktering und irritiert etwas.» Eingeführt hatte man das Silvesterschiessen in Oberriet ursprünglich, um jedem Vereinsmitglied etwas für die Arbeit unter dem Jahr zurückzugeben. «Daher kommt der Brauch, vorab ein Schwein zu schlachten und jedem Schützen als Preis einen Speck zu schenken.» Wobei die besten Schützen natürlich auch die grössten Stücke bekommen. Und im Laufe der Zeit wurde dann der Jedermannstich ein­geführt, der Schiessbewerb, an dem nicht nur Vereinsmitglieder, sondern alle interessierten Hobbyschützen mitmachen dürfen. Bei 104 Teilnehmerinnen und Teilnehmern müssen dann schon zwei Schweine geschlachtet werden.

Wittenbacher vor den Rheintaler Schützen

Der Rest der von Fleischermeister Lukas Zünd verarbeiteten Borstentiere landete in einem köstlichen Schwartenmagen, der den vielen Anwesenden nach dem Schiessen und vor dem Absenden, was im Schützenjargon das Rangverlesen ist, als Imbiss serviert wurde. Das Absenden nahm traditionell Präsident Bruno Streule vor, der sich ja sogar als «chaibe Schnorri» bezeichnet. Er konnte sich als Neuntplatzierter selbst aufrufen und damit einen mittelgrossen Speck einheimsen. Der aus Brülisau stammende Sohn des bekannten Appenzeller Dichters und Bauern Alois Streule würzte die Preis­verleihung wie jedes Jahr mit seinen treffenden Appenzeller Sprüchen.

Gewonnen hat dieses Jahr der letztjährige Drittplatzierte An­dreas Hausamann aus Wittenbach vor Hans Graf aus Oberriet, beide mit einem tadellosen Ergebnis und der höchst erzielbaren Marke von 40 Punkten im Jedermannstich. Ebenfalls auf dem Treppchen stand Max Höhener aus Berneck. Geschossen wurde mit Armeewaffe und Standardgewehr mit GP11- und GP90-Munition aus einer Entfernung von 300 Metern. Das Niveau war insgesamt natürlich besser als im Jahr zuvor, als der Erstplatzierte «nur» 39 Punkte erzielte, was aber dem damaligen leichten Schneetreiben geschuldet war. Vor zwei Jahren musste aufgrund dichten Nebels überhaupt auf die Zehn-Meter-Luftgewehrdistanz ausgewichen werden.

Längste Anreise aus Salt Lake City

Die längste Anreise aller Teilnehmer hatte zweifellos Peter Städler. Vor 41 Jahren in Ober­-riet geboren und aufgewachsen, machte er seine ersten Schiessübungen bei den Jungschützen des FSV Oberriet, bevor er nach Salt Lake City in den USA auswanderte. Derzeit gerade auf Heimaturlaub, liess er es sich nicht nehmen, auch auf den links laufenden Keiler zu schiessen und dabei viele alte Bekannte zu begrüssen. Dass er im fernen Amerika seine Schiesskünste nicht ganz verlernt hat, beweist der 60. Platz unter den 104 Teilnehmern.

Rangliste (Auszug)

1. Andreas Hausamann (Wittenbach) 40 Punkte, 2. Hans Graf (Oberriet) 40, 3. Max Höhener (Oberriet) 39, 4. Silvano Kobler (Heiden) 39, 5. Peter Wagner (Oberriet) 39, 6. Rolf Bürkler (Reute) 39, 7. Daniel Baumgartner (Montlingen) 38, 8. Michael Zimmer (Oberriet) 38, 9. Bruno Streule (Oberriet) 38, 10. Oliver Wittwer (Montlingen) 38.

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