Mit Videokameras gegen Pösslete und Abfall auf Schulplätzen

Mit Videokameras möchte die Schule ihre Anlagen überwachen. Das Gesuch bei der Stadt ist schon eingereicht. Für zehn Kameras sind 32 000 Franken budgetiert.

Gert Bruderer
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Über das Vorhaben befindet die Bürgerschaft an der Versammlung vom Mittwoch, 30. November. Ein Ja vorausgesetzt, beabsichtigt die Schule, die Kameras bei den Schulhäusern anzubringen, sobald die Bewilligung vorliegt.

Was künftig möglich sein wird und was nicht, ist im Altstätter Polizeireglement geregelt. In ihm findet sich ein Kapitel über Videoaufnahmen im öffentlichen Raum. Eine missbräuchliche Verwendung des Bildmaterials muss dank «geeigneter technischer und organisatorischer Massnahmen ausgeschlossen» sein.

Missbräuchlich verwendet wurden bisher immer wieder die Schulanlagen. Mutwilligen Beschädigungen und Verunreinigungen gedenkt die Schule nun mit Kameras einen Riegel zu schieben.

Auch schon Bremsleitung durchschnitten

Bei den Primarschulhäusern Klaus und Bild halten sich nachts oder abends öfter Jugendliche auf. Die Plätze seien oft völlig verunreinigt zurückgelassen worden, sagt Oberstufenschulrat Roland Schmitter, der die Baukommission präsidiert. In letzter Zeit sei es allerdings etwas besser geworden.

Beim Schulhaus Bild war mit einer Kamera-Attrappe versucht worden, die Jugendlichen zur Mässigung zu bewegen – ohne Erfolg. Die Jugendlichen hätten die Attrappe als solche erkannt und weiterhin «pösslet», sagt Schmitter.

Auch Manipulationen an Velos von Jugendlichen bei den Oberstufenschulhäusern Wiesental und Feld haben zu diesem Entschluss geführt. Sogar eine Bremsleitung wurde schon durchschnitten, was für den betroffenen Velofahrer gefährlich war. So habe die Schule sich gezwungen gesehen, den Aussengeräteraum beim Schulhaus Bild zu einem abschliessbaren Bereich auszubauen. Bei ihren Anlagen Feld und Wiesental sowie den Primarschulhäusern Schöntal, Klaus und Bild will die Schule je zwei Kameras anbringen.