Mit starker Show gescheitert

Enrico Lenzin aus Rebstein begeisterte in der Fernsehsendung «Die grössten Schweizer Talente», kam zunächst mühelos weiter – und doch schickte die Jury ihn nicht in den Halbfinal.

Gert Bruderer
Drucken
Teilen

REBSTEIN. Alle vier Jury-Mitglieder (Jonny Fischer, Gilbert Gress, Susanne Kunz und Bligg) lobten Lenzin überschwänglich für seine beschwingte Show mit Alphorn, heissen Rhythmen, Talerschwingen und Steppeinlage. Gress war «sehr, sehr beeindruckt», Fischer fand «mega-schweizerisch», was Lenzin aufgeführt hatte, und sagte: «Ich bin ein Fan von dir.»

Cooler Mix

Susanne Kunz sprach von einem «coolen Mix», er sei die 100 000 Franken Preisgeld fürs grösste Schweizer Talent absolut wert. Und Bligg fand «unglaublich, was wir da haben erleben dürfen.» Kreativ, traditionell, innovativ und überraschend sei der Auftritt Lenzins gewesen, der Rheintaler benütze das Alphorn, als wär's eine Trompete. Mühelos wie sonst kaum jemand hielt Enrico Lenzin sich im Rennen.

Es schien klar: Der im Rheintal bekannte, in Altstätten aufgewachsene Schlagzeuger ist im Halbfinal. Doch siehe da: Bei der Beratung der Jury war der Hochgelobte plötzlich kein ernsthaftes Thema mehr. Indem die Jury anderen den Vorzug gab, legte sie ein nicht sehr begeisterndes Zeugnis davon ab, wie schnell Begeisterung verfliegen kann.

Töchter waren dabei

Hinter der Bühne hatte Moderatorin, Schauspielerin und Sängerin Viola Tami den beiden Töchtern Lenzins – Luna und Ella – bereits scherzhaft gesagt, jede von ihnen erhalte die Hälfte des Preisgeldes, sie werde es dem Vater noch verklickern. Daraus wird nun nichts. Aber mit diesem Vater – das mag mehr als ein Trost sein – sind die Mädchen auch ohne Geldsegen reich beschenkt.